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Security-Studie

Cyberangriff politisch motiviert?

01. Januar 1970, 01:00 Uhr   |  Stefan Kuppinger

Viele Unternehmen in Schlüsselindustrien fühlen sich unzureichend auf Cyberattacken vorbereitet und vermuten politische Zielsetzungen hinter den Angriffen. Das geht aus dem aktuellen Security-Report der Firma Symantec hervor.

Die Hälfte der Betreiber kritischer Netze vermutet bei Cyberattacken gegen ihre Infrastruktur politische Ziele. Dies ist ein Ergebnis aus dem „Critical Infrastructure Protection Report 2010" (CIP) von Symantec.

Auch beim aktuell diskutierten Stuxnet-Virus vermuten viele Security-Experten einen oder mehrere Staaten als die eigentlichen Drahtzieher.

Der Security-Bericht fasst die Aussagen von rund 1600 Unternehmen zusammen. Befragt wurden Firmen aus sechs Wirtschaftszweigen, deren Infrastruktur so bedeutsam für Wirtschaft und Gesellschaft ist, dass eine erfolgreiche Attacke die Sicherheit der jeweiligen Staaten ernsthaft bedrohen würde. Der CIP-Bericht zeigt auf, wie die Besitzer beziehungsweise Betreiber von Netzwerken in der Industriezweige Energie-, Banken- und Finanzwesen sowie Kommunikation, IT und Gesundheit ihre aktuelle Sicherheitslage einschätzen. Weltweit befragte Symantec dazu 1580 Unternehmen aus 15 Ländern. In Deutschland standen Vertreter von aus insgesamt 52 Firmen Rede und Antwort. Die Unternehmensgröße variierte zwischen 10 bis 10000 Mitarbeitern, wobei Firmen mit 1000 bis 2499 Mitarbeitern den größten Teil ausmachten.

Das Fazit der Studie: Die Bedrohung durch Cyberattacken für die Infrastruktur von Schlüsselindustrien nimmt deutlich zu, wobei die Angriffe bei den geschädigten Unternehmen hohe Kosten verursachen.

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1. Cyberangriff politisch motiviert?
2. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

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