Cloud-Lösung: Mehr Usabiltity durch KI?

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Mal eben Cloud-Ressourcen buchen

So zumindest die Theorie. Denn das Versprechen der Cloud-Anbieter, schnell, unkompliziert und nach Bedarf IT-Ressourcen buchen zu können, lässt sich in der Praxis nicht ganz so einfach einlösen. Zum einen kommen auf Unternehmen, welche Cloud-Ressourcen nutzen wollen, Integrations- und Management-Aufgaben zu, um den Datenfluss zu steuern und die neue Infrastruktur in das bestehende Betriebsmodell zu integrieren. Dabei gelten die selbst auferlegten Sicherheits- und Compliance-Regeln weiterhin uneingeschränkt. Zum anderen aber beginnt die Herausforderung schon viel früher: beim Aufsetzen der Cloud.

Die Angebote der großen Cloud-Provider, wie Amazon Web Services (AWS), Google Cloud und Microsoft Azure, sind umfangreich und leistungsstark. Gleichzeitig ist es selbst für IT-erfahrene Experten nicht einfach, sich das passende Angebot zusammenzustellen. Denn AWS – um ein Beispiel herauszunehmen – bietet mehr als 150 verschiedene Lösungen an: von der am häufigsten gebuchten EC2 (Amazon Elastic Compute Cloud) über Integrations- und Steuerungs-Tools wie Amazon RDS (Relational Database Service) und Amazon CloudWatch bis hin zur Serverless-Plattform Lambda, mit der sich Programme direkt ausführen lassen. Zu allen Anwendungen stehen im Online-Ressourcencenter umfangreiche Beschreibungen, Tutorials und Handbücher bereit. Dem schnellen Start steht also zunächst die Notwendigkeit im Wege, sich eingehend mit dem Angebot zu beschäftigen, ohne zu wissen, ob die gewählten Optionen für die eigenen Ansprüche optimal sind oder wie sie dimensioniert werden sollten.

Was die Cloud-Ressourcen kosten werden, lässt sich dabei im Vorfeld kaum abschätzen. Beinahe jeder Dienst verfügt über eine eigene Kostenstruktur. Grundsätzlich berechnen sich die Kosten nach Verbrauch, die Höhe pro Volumen unterscheidet sich aber beispielsweise nach Region oder der Art der verwendeten Schnittstellen, es gibt bestimmte Staffelungen, Mindestabnahmemengen oder Rabatte. Je mehr Services involviert sind, umso komplizierter das Preisgefüge. Zwar stehen mehrere Tools zur Kalkulation zur Verfügung, preisoptimal austarieren lässt sich die gewünschte Lösung damit jedoch nicht.