Cloud-Technologie: Die Multi-Cloud im Griff

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Fachexpertise gefragt

Die Entscheidung zur Einbindung externer Experten erfolgt aber nicht immer ganz freiwillig. Tatsächlich starten viele Unternehmen ein Cloud-Projekt in Eigenregie, erkennen aber früher oder später, dass sie nicht über die nötigen Skills verfügen. Zum Beispiel können sie die nötige Compliance und Governance nicht gewährleisten oder Sicherheitsstandards nicht einhalten. Es werden wichtige organisatorische Fragen übersehen: Inwieweit ist das eigene Unternehmen Cloud-ready? Welcher Ansatz für das Cloud-Management soll zum Einsatz kommen? Welche Abteilungen sind einzubinden? Hinzu kommen oft fehlende technische Expertise und ein mangelnder Marktüberblick über die zahlreichen Cloud-Angebote.

Aufgrund des Fachkräftemangels lassen sich die Defizite nicht einfach durch das Einstellen von Experten beheben. Stattdessen bleibt Fertigern häufig gar nichts anderes übrig, als auf Dienstleister zurückzugreifen, um einen Blindflug zu vermeiden. Doch die Cloud-Provider selbst offerieren nur selten die benötigten Managed Services. Sie stellen zwar die Technik bereit und helfen meist bei der Anbindung und dem Betrieb ihrer Services, doch sie bieten naturgemäß keine unabhängige Beratung und besitzen auch meist nur geringe Branchenexpertise. So schätzen die meisten Unternehmen den herstellerunabhängigen Ansatz eines Managed-Services-Providers, der im Idealfall bereits entsprechende Projekte in der Fertigungsbranche umgesetzt hat. Bei der Auswahl verschaffen Use Cases, Referenzen und Zertifizierungen einen guten Überblick.