Cloud-Technologie: Die Multi-Cloud im Griff

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Software-gesteuerte Herstellung

Die reine Vernetzung der Maschinen im Rahmen des Internets der Dinge (IoT) sowie die Analyse der entstehenden Daten ist aber nur ein Aspekt, mit dem sich Industrie-Unternehmen heute beschäftigen. Das zweite wichtige Thema ist die dadurch mögliche Software-basierte Steuerung der Produktionsprozesse. Damit können sie die Effizienz der Abläufe weiter erhöhen, diese aus der Ferne verwalten und neue Umsatzquellen generieren.

So lassen sich etwa in größeren Stückzahlen hergestellte Produkte schneller und effizienter an neue Anforderungen oder gar individuelle Kundenwünsche anpassen. Damit können Fertiger das Ziel der Losgröße 1 mit überschaubarem Aufwand erreichen. Aber auch in geringen Stückzahlen hergestellte Güter wie Anlagen profitieren von Software-Steuerung, etwa durch Zusatzservices wie Predictive Maintenance. Die von Sensoren erfassten Maschinendaten können so aus der Ferne überwacht werden, um Wartungsfenster zu planen und Ausfallzeiten möglichst gering zu halten. 

Eine Fernüberwachung lässt sich zwar mit dedizierten Leitungen realisieren, doch dies ist nur bei regionaler Nähe finanziell sinnvoll. In der Regel sind Maschinenhersteller oder Dienstleister geografisch weiter von ihren Kunden entfernt. Daher werden meist Internetverbindungen genutzt, wobei die Dienstleistungen als Cloud-Service angeboten werden, um Skaleneffekte und ein einheitliches Management zu erreichen. Daneben setzen produzierende Unternehmen mit mehreren Standorten zunehmend Cloud-Dienste ein, um eine zentrale Steuerung oder eine Big-Data-Analyse zu ermöglichen.