Cloud-Technologie: Die Multi-Cloud im Griff

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Datenflut im Produktionsprozess

Im Zuge von Industrie 4.0 werden immer mehr Maschinen mit Sensoren ausgestattet, die in Echtzeit und kurzen Abständen aktuelle Informationen zum Zustand der Maschine sowie ihrer Arbeitsabläufe und Umgebung erheben. So lässt sich zum Beispiel ein anstehender Wartungsbedarf feststellen, wenn Werte stärker schwanken oder eine kritische Grenze erreichen. Zusätzlich kommunizieren die Maschinen untereinander, sodass sich Produkte effizienter herstellen und weitertransportieren lassen. 

Doch diese Optimierung der Arbeitsprozesse gelingt nur mit einer agilen und flexiblen Infrastruktur, die meist auf IT-Standards basiert. Denn die extrem großen Datenmengen, die heute in der Herstellung entstehen, müssen in kurzen Zeitspannen gesammelt, organisiert und ausgewertet werden. Dafür eignet sich die Cloud besonders, da sie die nötige Skalierung und Performance für die Big-Data-Analyse bereitstellen kann. Zudem lassen sich Cloud-Services flexibel an neue Anforderungen anpassen.

Entsprechend ist das verarbeitende Gewerbe inzwischen einer der größten Nutzer von Cloud-Diensten. Laut der von Rackspace in Auftrag gegebenen Studie „Multi-Cloud und Cloud Managed Services im Manufacturing-Umfeld“ setzen bereits drei von fünf deutschen und schweizerischen Fertigungsunternehmen Cloud-Lösungen im IoT-Umfeld ein. Die Hauptgründe sind demnach höhere Flexibilität, Agilität und Skalierbarkeit im Betrieb, bessere Customer Experience und Kosteneffizienz. Diese wurden von jeweils über 80 % der Befragten genannt.