Simulation: Prozesse beschleunigen mittels 'RISTRA'-Technologie

Fortsetzung des Artikels von Teil 6.

Der Fahrplan

André Stork Bildquelle: © Fraunhofer IGD

Prof. Dr.-Ing. André Stork, Leiter der Abteilung ‚Interaktive Engineering Technologien‘ beim Fraunhofer IGD.

Die Entwicklung von ‘RISTRA’ ist bereits weit fortgeschritten. Wie es weiter geht, erläutert Prof. Dr.-Ing. André Stork, Leiter der Abteilung ‚Interaktive Engineering Technologien‘ beim Fraunhofer IGD, im Interview. 

Herr Prof. Stork, wie lange arbeiten Sie schon an diesem Projekt? 

Prof. André Stork: Die Technologie wurde in zahlreichen öffentlich geförderten Projekten kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile beschäftigen wir uns mit der Thematik seit fast zehn Jahren. Eine intensive Kooperation mit einem Industriepartner und europäische sowie nationale Forschungsprojekte trugen zum heutigen Stand dieser Technologie bei. 

Sie werden an diesem Thema weiter arbeiten. Welche Erweiterungen von ‘RISTRA’ haben Sie auf der Agenda?

Prof. André Stork: Unsere Forschergruppe erweitert die Lösung nicht nur hin zu geometrisch nichtlinearer Elastizität und nichtlinearen Materialien. Weiterhin beabsichtigen wir, kontaktmechanische Fragestellungen GPU-beschleunigt zu simulieren – eine stark nachgefragte Funktionalität.

Additive Fertigungsverfahren sind derzeit das Topp-Thema. Wird das IGD auch für diesen Bereich eine Antwort bereit haben?

Prof. André Stork: Ja. Mit unseren aktuellen Projekten ‚CAxMan‘, ‚M3D‘ und ‚Future AM‘ entwickeln wir neuartige Technologien, die den Additive-Manufacturing-Herstellungsprozess in den Bereichen der Modellierung und Simulation unterstützen. In diesen Projekten erforschen wir unter anderem neuartige Datenstrukturen und Algorithmen, die die Anforderungen der gesamten Prozesskette, von der Modellierung über die Simulation bis zum 3D-Druck, abdecken – gerade auch für Objekte mit lokal variierenden Eigenschaften.