Simulation: Prozesse beschleunigen mittels 'RISTRA'-Technologie

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Der Weg zum Optimum

Vorverarbeitungsschritte Bildquelle: © Fraunhofer IGD

Bild 3: Die Vorverarbeitungsschritte für die Generierung der Gleichungssysteme laufen in der neuen Version von ‘RISTRA’ auch auf der GPU, was die Zykluszeiten der interaktiven Simulation enorm verkürzt.

Inzwischen haben die Entwickler des Fraunhofer IGD aber auch hierfür eine Lösung gefunden und in der neuen Version ‘RISTRA 2019’ vorgestellt. Die Operationen zur Generierung des linearen Gleichungssystems wurden speziell für die Bearbeitung mit dem Grafikprozessor optimiert. Folglich können alle Rechenoperationen nach dem Import des Berechnungsmodells jetzt auf der GPU durchgeführt werden (Bild 3). Die Vorverarbeitungsschritte der ‚großen Iterationsschleife‘, die im vorgenannten Beispiel noch 20 Sekunden beansprucht hatten, verkürzen sich drastisch auf unter eine Sekunde. Für das oben genannte Modell mit mehr als 1,3 Millionen finiten Elementen kann ‘RISTRA’ insgesamt nach 1,83 Sekunden ein Ergebnis liefern – das ist mehr als 80-mal schneller als die Vergleichssoftware. In der großen Iterationsschleife hängt die Effizienz von der Teilprozesskette des CAD-Systems und des Präprozessors und dem Datenaustausch ab. Aber auch hier gibt es bereits Lösungsansätze, die jedoch gemeinsam mit den Software-Anbietern der Teilprozesskette bearbeitet werden müssen.