Simulation: Prozesse beschleunigen mittels 'RISTRA'-Technologie

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Arbeitsintensiv und zeitraubend

Bis dato benötigen die mit der Konstruktion beschäftigten Personen für diesen iterativen Prozess aus geometrischer Modellierung, Initialisierung, Simulation und Analyse der Ergebnisse unterschiedliche computergestützte Werkzeuge, meist auf verschiedenen Rechnern. Dazu müssen nicht selten die Datenmodelle zwischen diesen Werkzeugen konvertiert werden. Die meiste Zeit beansprucht bislang die Simulation selbst. Je nach benutztem Rechnersystem kann das viele Stunden oder auch Tage dauern. Um Zeit zu gewinnen, übergeben viele Unternehmen die Strukturdaten an Hochleistungsrechner, die im Rahmen einer Cloud-Lösung genutzt werden können. 

Liegen dann (endlich) die Simulationsergebnisse vor, können die Verantwortlichen ausgehend davon Änderungen am Design und den Belastungsparametern vornehmen. Oft lassen sie sich dabei von ihrer Erfahrung leiten, sie ‚probieren‘, wie sich eine Veränderung der Materialstärke beispielsweise auf die Stabilität des Bauteils auswirkt. Und der Kreislauf beginnt von vorn: Eine neue Netzstruktur als Input für den Simulator ist zu berechnen, damit der nächste Simulationslauf beginnen kann. Und das kann dauern… Viele Konstrukteure kommen ihrem Ziel, eine wirklich in allen Belangen optimierte Konstruktion zu erhalten, nicht restlos nah. Ihnen läuft ganz einfach die Zeit davon oder sie werden von Budget-Limits gebremst. Bedauerlich, denn gerade bei Konstruktionen, die beispielsweise mittels additiver Verfahren gefertigt werden, ist es von großem Interesse, den Materialeinsatz und damit auch die Produktionszeit auf ein Minimum zu reduzieren.