Versionierungs-Software: Warum nicht auch die Prozesse optimieren?

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Vergabe von Zugriffsrechten

Die Anforderungen an die unterschiedlichen Abteilungen und Bereiche sind differenziert – entsprechend unterschiedlich sind die Zugriffsrechte vergeben, denn das Facility Management braucht eben andere Informationen als die Fertigung. Daher ist es wichtig, dass mit ‚Versiondog‘ die Vergabe unterschiedlicher Zugriffsrechte möglich ist.

Änderungshistorie, Auvesy Bildquelle: © Auvesy

Änderungshistorie: Anhand der Änderungshistorie lässt sich mit 'Versiondog' erkennen, wer, wann, was, wo und warum geändert hat.

Besonders restriktiv werden die Zugriffsrechte im Betriebsmittelbau gehandhabt, vor allem wenn es um Know-how-trächtige Anlagen geht. Daher komme die Software nicht erst in der laufenden Anlage zum Einsatz, wie Thomas Ruppmann sagt: „Wir nutzen das System im Betriebsmittelbau schon bei der Anlagenerstellung, um Zwischenstände zu archivieren.“ Manchmal stelle sich im Laufe der Inbetriebnahme heraus, dass ein Abschnitt neu programmiert werden müsse. Dann sei es vorteilhaft, wenn auf eine Vorgängerversion zurückgegriffen werden könne.

„Wir haben ein Tool, mit dem wir an Ort und Stelle auf alle erforderlichen Informationen über die Anlage zugreifen können. Und oft reduziert dieser schnelle Zugriff auch die Stillstandzeiten einer Anlage“, erläutert Ruppmann. Mit Hilfe eines flächendeckenden WLANs sind über die Software nicht nur die Programmstände der jeweiligen SPS, sondern auch elektrische und pneumatische Schaltpläne, sogenannte ‚Quicktipps‘, wie es die Instandhalter nennen, in allen Produktionsbereichen vor Ort verfügbar. Sprich Einstellhinweise oder Unterlagen mehr oder weniger exotischer Baugruppen. 

Gestartet hatte man das Projekt ganz klassisch mit der Sicherung von SPS-Software. Je sicherer man bei der Handhabung und Bedienung geworden sei, desto mehr Möglichkeiten hätten sich den Anwendern gezeigt. Sehr geschätzt werde auch, dass die benötigten Editoren ebenfalls integriert seien und in gewohnter Umgebung gearbeitet werden könne. „Wir mussten lediglich die Verzeichnis- beziehungsweise Ablagestruktur definieren. Vom System her war kein Programmieraufwand notwendig“, meint Ruppmann.