IoT-Markt: Hilfe bei der Plattformauswahl

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Vendor-Lock-in vermeiden

Um einen Vendor-Lock-in, also die zu enge Bindung an einen Dienstleister, zu vermeiden, sollte bei den in Frage kommenden Plattformen geprüft werden, welche Änderungen bei einem Providerwechsel notwendig sind und wie hoch der Aufwand wäre. Das wird umso schwieriger, je größer das Ökosystem eines Providers ist und je mehr man selbst davon nutzt. Dazu zählen Schnittstellen-Spezifikationen, unterstützte Geräte- und Gateway-Implementierungen, die Art der Datenspeicherung und nicht zuletzt die dazugehörigen Support-Verträge. Gerade wenn es um das Hosting der gesamten IoT-Lösung in einer wie auch immer gearteten Cloud-Infrastruktur geht, kommen schnell langfristige Verträge zustande, da diese günstiger sind.

Im IoT-Umfeld stoßen derzeit mehrere Entwicklungen aufeinander. IoT-Initiativen werden zunehmend geschäftskritischer, da sie Optimierungspotenziale wecken, die wachsenden Erwartungen der Kunden an digitale Zusatzservices erfüllen oder sogar neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Damit einhergehend hat sich ein IoT-Lösungsanbieter-Markt entwickelt, der stark diversifiziert ist und gleichzeitig derzeit attraktive Ökosysteme entwickelt – ein Vorteil für Unternehmen, die sich aus zahlreichen vorgefertigten Lösungen ihr individuelles Toolset – von Edge-Funktionen bis Sourcing-Optionen – zusammenstellen können. Dabei wächst die Gefahr des Vendor-Lock-ins und des Verdrängens kleiner, spezialisierter Anbieter.

Autorin:
Kerstin Janke ist freie Journalistin.