IoT-Markt: Hilfe bei der Plattformauswahl

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Die Wahl der passenden Plattform

„Kaum ein Unternehmen will und kann seine gesamte Strategie von heute auf morgen auf IoT-Geschäfte umstellen. Es ist deshalb ratsam, mit einem konkreten Use Case zu starten und zunächst ein Konzept dafür zu erarbeiten“, sagt Jan Rodig. „Dazu gehören neben den geschäftlichen Zielen vor allem die technischen Spezifikationen – und das zunächst unabhängig von der späteren Plattform.“ Diese technischen Spezifikationen können dabei durchaus umfangreich ausfallen. Die bereits erwähnte Datenstandardisierung zählt ebenso dazu wie Connectivity, Möglichkeiten der Datenvisualisierung, Ansprüche an das Device- und Service-Management, gewünschte externe Schnittstellen sowie Sicherheits-Features. 

 Praktisch geht es beispielsweise darum, die Erweiterbarkeit der Lösung von Beginn an einzuplanen: Schon bald sollen wahrscheinlich weitere oder neue IoT-Devices integriert werden, die Betriebssysteme der Geräte benötigen immer wieder Updates oder zusätzliche Service-Tools – etwa für die Abrechnung neuer Erlös­modelle – und die Geräte müssen mit den Daten etwas anfangen können. Dann ist es wichtig, dass die IoT-Plattform die ­Aufgabe eines Zwischenlayers übernehmen kann. Dieser soll Daten von den Devices sowohl herstellerunabhängig annehmen als auch an die Applikationen so umgewandelt weitergeben können, dass diese die Daten entsprechend auswerten können. Dabei spielen die Cloud Connectivity – sprich, wie Zertifikate oder Firmware der Geräte im Feld aktualisiert werden können – ebenso wie die Skalierung und der Grad der Automatisierung eine Rolle.