Elektrokonstruktion: Engineering trifft digitalen Zwilling

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Einsatz für den Terminal Server

Nochmals verbessert wird die Datendurchgängigkeit und Transparenz durch den Terminal Server. Dabei handelt es sich um einen Server oder ein Netzwerk-Gerät, mit dem Verbindungen zu mehreren Client-Systemen hergestellt werden können. Die Eplan-Software wurde auf diese Technologie hin angepasst, die eine zentrale In-frastruktur ermöglicht. Gewünschte Daten, wie zum Beispiel 3D-Ansichten von Schaltschränken oder Stromlaufpläne, werden ortsunabhängig beispielsweise auf einem Laptop oder Tablet bereitgestellt. Fabian Camek: „Wir sind die ersten weltweit, die dieses Tool einsetzen und haben darüber auch die Elektrokonstrukteure in der Niederlassung Frankfurt angebunden. Dort planen und bauen wir die Schaltschränke für den US-amerikanischen Markt nach UL/ANSI und können dank des Terminal-Servers an beiden Standorten auf einen gemeinsamen Datenpool zugreifen.“

Angesichts dieser Vorteile und der gro-ßen Nachfrage nach den erweiterten En-gineering-Dienstleistungen sieht Alexander Bürkle sich auf einem guten Weg. Zu den Zielen für die nähere Zukunft gehört es, dass die Anwender auf einer von Alexander Bürkle bereitgestellten Eplan-Plattform ihre Projekte konfigurieren und die (weitgehend automatisiert erstellte) Planung mit sämtlichen Stücklisten, 3D-Ansichten und Stromlaufplan erhalten. Der Vorteil dieser neuen Art der Arbeitsteilung ist enorm: Alexander Bürkle rechnet mit einer Verkürzung des Zeitaufwandes für die Elektroplanung um rund 75 %. Zugleich wird diese neue Konstruktionsmethodik die Zusammenarbeit mit dem Maschinenbauer verändern. Fabian Camek: „Wir entwickeln uns damit vom Schaltschrankbauer und Engineering-Dienstleister zum Systemhaus.“

Autorin:
Birgit Hagelschuer ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Eplan Software & Service.