Vernetzung / IIoT: HMS erwirbt Webfactory

HMS Industrial Networks, Hersteller von Lösungen für die industrielle Kommunikation, hat eine Mehrheitsbeteiligung der deutschen Software-Firma Webfactory erworben. Mit diesem Schritt will HMS sein Portfolio in Sachen IIoT-Software ausbauen.

HMS/WEBfactory Bildquelle: © HMS

Freuen sich über die zukünfigte Zusammenarbeit: Webfactory-CEO Bernhard Böhrer (links) und Staffan Dahlström, CEO HMS Networks.

Webfactory wurde 1994 als Systemintegrator für SCADA-Projekte gegründet und hat im Jahr 2000 die erste eigene Software auf den Markt gebracht. Webfactorys ‚i4‘-Portfolio adressiert Anwender, die vor Herausforderungen im Kontext von IIoT stehen und zum Beispiel Daten sammeln, analysieren und visualisieren müssen.

“Mit Webfactory ergänzen wir das HMS-Angebot für IIoT um eine zukunftssichere Software-Dimension”, sagt Staffan Dahlström, CEO von HMS Networks. “Die ‘i4’- Software-Produkte ermöglichen es Kunden und Partnern von HMS eine wirklich smarte Fertigung und smarte Dienstleistungen direkt und ohne Umwege zu realisieren. Außerdem freuen wir uns über die Synergien, die wir mit unseren ‘Anybus’-, ‘Ixxat’-, ‘Ewon’- und ‘Intesis’-Produkten erzielen können, die die Daten von Geräten und Maschinen aus Fertigungen oder Gebäuden für die i4-Produkte liefern können.“ Bernhard Böhrer, CEO von Webfactory, ergänzt: „Mit den ergänzenden industriellen Hardware- und Softwaretechnologien von HMS können wir sehr attraktive Lösungen für das IIoT zur Integration in beliebige IT/IIoT-Systeme von Drittanbietern anbieten.“

Webfactory beschäftigt inklusive der hundertprozentigen Tochtergesellschaft in Rumänien 27 Mitarbeiter und erwartet für 2019 einen Umsatz von 2,5 Mio. Euro. Die Akquisition wird 2019 nur einen begrenzten Einfluss auf die Rendite der HMS-Aktien haben. HMS hat 74,9 % aller Webfactory-Aktien erworben. Die verbleibenden 25,1 % werden von CEO Bernhard Böhrer gehalten, der auch Geschäftsführer bleibt. Der Abschluss des Handels wird für den 1. April 2019 erwartet.