KIT / Fraunhofer-Gesellschaft: Spatenstich für 'Karlsruher Forschungsfabrik'

Mit dem Bau der 'Karlsruher Forschungsfabrik' wollen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Fraunhofer-Gesellschaft Zukunftsthemen rund um die moderne Fabrik voranbringen – etwa die Künstliche Intelligenz. Vor allem KMU sollen vom Projekt profitieren.

Spatenstich 'Karlsruher Forschungsfabrik' Bildquelle: © Credit Amadeus Bramsiepe, KIT

Der gemeinsame Spatenstich (v.l.n.r.): Dr. Olaf Sauer, Prof. Jürgen Beyerer, Prof. Holger Hanselka, Prof. Jürgen Fleischer, Prof. Frank Henning.

Ab Ende 2020 wollen die Kooperationspartner KIT und Fraunhofer-Gesellschaft in der ‘Karlsruher Forschungsfabrik’ neue Produktionstechnologien planen, testen und in die Industrie überführen. Das Projekt soll auch einen wichtigen Beitrag zu der jüngst beschlossenen „Strategie Künstliche Intelligenz“ der Bundesregierung leisten: “Die Forschungsfabrik und die dort zu entwickelnden Methoden und Werkzeuge des Maschinellen Lernens und der gezielten Suche nach Prozessparametern sind eine erste Ausprägung der in der aktuellen KI-Strategie der Bundesregierung formulierten Ziele”, erläutert Dr. Olaf Sauer, der als Stellvertreter des Institutsleiters am IOSB die Planung der ‘Karlsruher Forschungsfabrik’ auf Seiten der Fraunhofer-Gesellschaft koordiniert.

Auch die Zusammenarbeit mit der Industrie ist den Projektpartnern wichtig: Um Ergebnisse zielgerichtet und schnell zu transferieren, sollen interessierte Unternehmen von Anfang an eingebunden werden – durch enge Kooperationen, Verbundprojekte und Workshops.

Auf dem Weg zur Karlsruher Forschungsfabrik Bildquelle: © KIT

Die 'Karlsruher Forschungsfabrik' entsteht auf dem Campus Ost des KIT.

Eckdaten zum Bau der Forschungsfabrik

Für die Umsetzung der Baumaßnahme ist ein Gesamtbudget von rund 15 Mio. Euro vorgesehen. Zu diesem tragen die Kooperationspartner KIT und Fraunhofer jeweils die Hälfte bei; hinzu kommen Investitionen in die Erstausstattung der Fertigungshallen, Labore und Büros. Nach der Grundsteinlegung im Sommer 2019 wird das L-förmige Gebäude ab Ende 2020 auf zwei Stockwerken und einer Fläche von 4500 Quadratmetern rund 70 Wissenschaftler beherbergen. Darüber hinaus bietet es 50 Arbeitsplätze für Kooperationspartner aus der Industrie.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sowie durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.