Softing Industrial Automation: Die Mindsphere-Middleware

Softing Industrial stellt auf der Messe SPS IPC Drives 2018 die neue Komponente 'Mindsphere Connector' der 'DataFeed OPC Suite' vor. Was es damit auf sich hat, erläutert Produktmanager Andreas Röck.

Andreas Röck Bildquelle: © Softing Industrial Automation

Andreas Röck: "Unsere ‚DataFeed OPC Suite‘ ist eine flexible All-in-one-Lösung zur Datenintegration."

Herr Röck, wann und warum ist der Mindsphere Connector’ nötig? Warum die Daten nicht direkt in ‘Mindsphere’ spielen?

Andreas Röck: Die Verwendung deckt zwei Anwendungsfälle ab: Zum einen ist damit die Anbindung weiterer Datenquellen – etwa von Steuerungen – möglich, die von Mindsphere nicht direkt unterstützt werden. Ein anderer Anwendungsfall ist die Unterstützung von Anwendern, die Mindsphere nicht direkt mit der Produktion koppeln wollen, etwa weil sie Sicherheitsbedenken haben. Hier erlaubt der Einsatz einer Middleware eine detaillierte Auswahl der Daten, die an die Cloud übertragen werden.

Inwiefern wird die Bandbreite an Steuerungen erhöht?

Andreas Röck: Die Architektur von Mindsphere zielt in erster Linie auf die Anbindung von Steuerungen über den OPC-UA-Standard ab. Der Großteil der heute eingesetzten Steuerungen unterstützt aber diesen Standard noch nicht. Dies gilt insbesondere für Steuerungen, die in bereits bestehenden Anlagen verbaut sind. Mit dem Connector lassen sich diese Steuerung ebenfalls einfach und sicher in Mindsphere-Anwendungen integrieren.

Wie genau wird der Connector in der Praxis eingesetzt?

Andreas Röck: In Mindsphere laufen verschiedene Cloud-Anwendungen, die gesammelte Daten zum Beispiel für die vorausschauende Instandhaltung oder die Anlageneffizienz auswerten. Dafür ist in einem ersten Schritt die Übertragung dieser Daten in die Mindsphere-Umgebung notwendig. Hierfür ist unser Connector eine komfortable Option. Denn hier kann der Anwender sehr flexibel über Triggerbedingungen festlegen, welche einzelnen Datenpunkte der unterschiedlichen Datenquellen beziehungsweise Steuerungen zu welchen Zeitpunkten in Mindsphere für die Auswertung zur Verfügung stehen.

Sind Connectoren zu weiteren Plattformen angedacht?

Andreas Röck: Die wichtigsten Plattformen lassen sich über Standardprotokolle wie etwa MQTT einbinden. Dazu steht in unserer dataFEED OPC Suite bereits ein MQTT-Connector zur Verfügung. Damit kann etwa Adamos auf Produktionsdaten zugreifen. Falls dieser Weg einmal nicht zur Verfügung steht, können wir auch die entsprechende Plattform-API integrieren, wie wir dies auch beim Mindsphere-Connector gemacht haben.

Wo liegt der Vorteil der Softing-Lösung

Andreas Röck: Mit unserer Suite stehen den Kunden die Steuerungen der führenden Hersteller einschließlich der Simatic S5 als Datenquelle zur Verfügung. Und für die Weiterverwendung der Daten unterstützt diese Lösung nicht nur Siemens Mindsphere, sondern auch eine Reihe weiterer wichtiger Cloud-Plattformen wie Microsoft Azure, Bosch PPM, Amazon AWS und viele mehr.