Machineering: Virtuelle Inbetriebnahme go!

Machineering stellt zur Messe mit dem Release 2.2 zahlreiche Neuerungen der Simulationssoftware 'IndustrialPhysics' vor – und kommt Anwendern mit unterschiedlichen Lizenzierungs-Modellen entgegen.

Georg Wünsch von Machineering Bildquelle: © Machineering

Dr Georg Wünsch: "All unsere Neuerungen sind in dem Release 2.2 von ‚IndustrialPhysics‘ enthalten, das wir zu SPS/IPC/Drives-Messe präsentieren."

„Unser ‚IndustrialPhysics‘ unterstützt den Entwicklungsprozess einer Maschine oder Anlage entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ermöglicht eine effiziente virtuelle Inbetriebnahme und stellt auch im laufenden Betrieb die Überwachung des reibungslosen Ablaufs sicher“, erläutert Dr.-Ing. Georg Wünsch, Gründer von Machineering. Mit dem zur Messe vorgestellten Release 2.2 ziehen zahlreiche Neuerungen ein: Für die Integration in das TIA-Portal von Siemens bietet die Software nun einen Importer für die Profinet-Schnittstelle. Der Vorteil laut Dr. Wünsch: „Hardware-Konfigurationen des TIA Portals können so einfach für die Profinet-Emulation übermittelt werden.“ Nachdem das Unternehmen bereits im letzten Jahr die Steuerungsanbindung an die Siemens CNC-Steuerung Sinumerik realisiert hat, ist nun auch die standardmäßige Anbindung an die Siemens-Simotion-D-Bewegungssteuerung umgesetzt: I/O-Variablen werden angelegt und Anwender können diese mit Hilfe von sogenannten ControlTags unkompliziert importieren und exportieren. „So kann beispielsweise eine I/O-Liste mit Eplan bidirektional ausgetauscht werden und sowohl für die Visualisierung als auch die Umsetzung der Stromlaufpläne herangezogen werden“, so Wünsch.

Neue Lizenzierungs-Modelle

„Zudem bieten wir unseren Kunden jetzt neue Lizenzierungs-Modelle an“, erklärt Wünsch, „die in drei Varianten verfügbar sind.“ Variante 1 bedient das klassische Node-Locked Modell, ist also an den jeweiligen Arbeitsplatzrechner gebunden und wird daher direkt für diesen speziellen Arbeitsplatzrechner aktiviert. Die zweite Variante ist das sogenannte Pseudo-Floating: Hierbei wird von einem Server eine Lizenz manuell auf einen lokalen Rechner hin- oder rückübertragen. So wird die Lizenz wieder für Mitarbeiter an anderen Arbeitsplätzen oder Standorten freigeben. Da sich in der Praxis gezeigt hat, dass es vorkommen kann, dass ein Abmeldevorgang vergessen wird, bietet Machineering als dritte Variante ein echtes Floating-Lizenzmodell. Dabei meldet sich ein User von einem beliebigen Arbeitsplatz aus an, nutzt ‘IndustrialPhysics’ und mit dem Beenden der Applikation wird die Lizenz automatisch wieder freigegeben.

Auch die letztjährig eingeführte ‘Field Box 1’ wurde weiterentwickelt: Anwender können ab sofort auch Ethercat für die Feldbus-Emulation nutzen. Für die Emulation von Profinet-Geräten wurden spezifische Standard-Antriebstelegramme umgesetzt, sodass eine SPS mit emulierten Antrieben kommunizieren kann, als wären sie real vorhanden. Zudem hat Machineering einen neuen Update-Service für die ‘Field Box 1’ eingerichtet, mit dessen Hilfe der Anwender eine neue Firmware über ein Webinterface auf die ‘Field Box 1’ einspielen kann.