Trebing + Himstedt: Sechs Stufen zur Digitalisierung

Anhand eines Sechs-Stufen-Modells will Trebing + Himstedt Unternehmen bei der Umsetzung der Digitalisierung unterstützen. Mit ihm können Besucher ihren eigenen Status ermitteln und den weiteren Fahrplan in Richtung digitale Produktion festlegen.

Steffen Himstedt, Geschäftsführer Trebing + Himstedt Bildquelle: © Trebing + Himstedt

Steffen Himstedt, Geschäftsführer Trebing + Himstedt, will Unternehmen mit dem Sechs-Stufen-Modell in Richtung Digitalisierung begleiten.

Herr Himstedt, was steckt hinter dem Sechs-Stufen-Modell von Trebing + Himstedt, das Sie auf der Messe zeigen?

Steffen Himstedt: Das Sechs-Stufen-Modell ist ein strukturierter Ansatz für Unternehmen, um die digitale Transformation zur smarten Fabrik und internetbasierten Service-Modellen zu meistern. Zunächst bestimmen wir, in welcher Phase sich ein Unternehmen gerade befindet – wir holen den Anwendern also dort ab, wo er momentan steht. Das Ziel des Sechs-Stufen-Modells ist es, dass die Digitalisierung auf dem Hallenboden ankommt und damit für die Werker erlebbar wird, und auch, dass ein konkreter Nutzen messbar ist.

Was genau verbirgt sich hinter den einzelnen Stufen?

Steffen Himstedt: Hinter jeder Stufe stecken Werkzeuge und Hilfsmittel wie beispielsweise Workshops mit Design-Thinking-Anteilen, um anwenderzentrierten Nutzen mit der Digitalisierung zu heben.
Ist der Anwender etwa noch auf der Suche, kann in der ersten Phase ein allgemeines Verständnis für die Chancen der Digitalisierung und was Digitalisierung jeweils im konkreten Unternehmenskontext bedeutet, entwickelt werden. Kennt er hingegen schon sein Ziel können durch Readiness-Checks oder Prototypen-Entwicklung die Marktreife erprobt werden.
Besonders beliebt sind hier Hands-on Workshops, wie die IoT-Hackathons, bei denen am Ende ein funktionstüchtiger Prototyp entsteht, mit dem die Eingangsidee in der Praxis überprüft wird. Selbstverständlich gehören auch Projekte in der letzten Realisierung-Phase dazu. Wer bereits soweit ist, kann auch direkt in MES, IoT und Cloud-Themen einsteigen.

Mit welchen Infos müssen die Besucher zu Ihnen kommen?

Steffen Himstedt: Die Unternehmen müssen primär einordnen können, wo sie aktuell stehen und was sie erreichen wollen. Also beispielsweise, wenn das Unternehmen überzeugt ist, stärker von der Digitalisierung profitieren zu können, aber viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen noch nicht wirklich etwas damit anfangen können, wäre ein Einstieg mit einem ‚Discovery-Workshop‘, also die Möglichkeiten gemeinsam entdecken, als Teil der Phase ‚Strategie‘ sinnvoll. Weiß der Maschinenbauer jedoch schon, dass beispielsweise ‚Predictive Maintenance‘ angeboten werden soll, aber es ist ihm noch nicht klar, wie das realisiert wird, wäre ein Readiness-Check und Roadmap-Workshop die nächsten Schritte.

Was ist entscheidend, um Digitalisierungsprojekte umzusetzen?

Steffen Himstedt: Die Unternehmen brauchen einen Fahrplan, ähnlich eines Fahrscheintickets der Bahn. Dann haben sie das Ziel, den Zeitplan und wissen, wann und wo sie umsteigen müssen, um zum Ziel zu gelangen. Ein wichtiger Erfolgsgarant ist zudem, dass ein möglichst interdisziplinäres gemischtes Team aus Fachabteilung und IT sowie Betriebsrat zusammengestellt wird.