IBM plant Milliarden-Deal: Mit Red Hat zum führenden hybriden Cloud-Anbieter

IBM will den auf Open Source und Linux setzenden Softwarehersteller Red Hat erwerben. Das Ziel: Zum führenden hybriden Cloud-Anbieter aufsteigen.

James Whitehurst und Ginni Rometty Bildquelle: © Feature Photo Service

Red-Hat-CEO James M. Whitehurst (rechts) und IBM-CEO Ginni Rometty geben am 28. Oktober 2018 die Vereinbarung zur Übernahme bekannt.

Für die Übernahme bietet IBM 190,00 US-Dollar pro Red-Hat-Aktie in bar  – was einem Gesamtunternehmenswert von rund 34 Mrd. US-Dollar entspricht. Ein beachtlicher Aufschlag: Am vergangenen Freitag (26.10.2018) hatte die Aktie einen Schlusskurs von 116,78 US-Dollar. Red Hat setzt auf Open Source und bietet etwa verschiedene Linux-basierte Lösungen für Unternehmen an; der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr lag bei 2,92 Mrd. US-Dollar.

Der IBM-Konzern gibt sich euphorisch: "Die Übernahme von Red Hat ist ein Wendepunkt. Es verändert alles am Cloud-Markt. IBM wird der weltweit führende Hybrid-Cloud-Anbieter werden", sagt IBM-CEO Ginni Rometty.

IBM und Red Hat wollen Anwendern helfen, Cloud-basierte Geschäftsanwendungen schneller zu erstellen, eine größere Portabilität und Sicherheit von Daten und Anwendungen über mehrere öffentliche und private Clouds hinweg zu erreichen – und so insgesamt die Akzeptanz für hybride Multi-Cloud-Lösungen beschleunigen.

Die Unternehmen erwarten, dass die Übernahme in der zweiten Jahreshälfte 2019 einen Abschluss findet. Anschließend soll Red Hat als eigenständige Einheit in das Hybrid Cloud-Team von IBM eintreten und weiterhin von Jim Whitehurst und dem derzeitigen Managementteam geleitet werden.