Industrie-Apps: Digitales Prototyping

Häufig werden Digitalisierungs-Projekte mit Skepsis betrachtet. Umso wichtiger ist es, Mitarbeiter von Anfang an in neue Abläufe und Prozesse einzubinden. Hierfür eignen sich die Methoden und Verfahren des Rapid Prototyping – etwa bei der Erstellung von Industrie-Apps.

Digitales Prototyping Bildquelle: © Elco Industrie Automation

Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen verspricht nicht nur, Zeit, Aufwände und Ressourcen einzusparen, sondern gleichzeitig die Qualität, den Kundennutzen und somit das Wachstum zu steigern. Für die Planung und Umsetzung einer solchen Digitalisierungslösung kann entweder Top-Down vorgegangen werden, indem ein Konzept am Reißbrett erarbeitet und dann im stillen Kämmerlein umgesetzt wird. Ein alternativer und zielführenderer Ansatz ist jedoch das Bottom-Up-Vorgehen. Bei diesem wird zunächst analysiert, wo tatsächlich Verbesserungspotenzial besteht und anschließend bei der Umsetzung Schritt für Schritt unter Einbeziehung aller Stakeholder eine Lösung erarbeitet. Dies erfordert aber Experimentierwillen, die Bereitschaft zum Scheitern sowie ständiges Lernen und entsprechendes Nachbessern.

So muss etwa bei der Einführung einer Industrie-App zur Unterstützung von Serviceprozessen das Service-Personal frühzeitig einbezogen werden, um herauszuarbeiten, wo tatsächlich „der Schuh drückt“. Ein Beispiel: Unter Umständen ist nicht, wie ursprünglich angenommen, der zögerliche Verbindungsaufbau der Grund für die mangelnde Akzeptanz einer mobilen Software, sondern die schlechte Lesbarkeit des Displays bei Tageslicht.