Bayern: Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet

In München wurde am 9. Oktober das bayerische KI-Zentrum von Fortiss eröffnet. Im Fokus des Instituts steht unter anderem das Fertigungs-Umfeld – wie einige interessante Projekte zeigen.

Besucher bei Fortiss Bildquelle: © A. Eckert/Fortiss

„Wir investieren 20 Mio. Euro für den Ausbau von Fortiss zum Bayerischen ­Zentrum für Künstliche Intelligenz“, erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer im Zuge der Eröffnung.

Bis zu 70 Forscher und Partner aus Industrie und öffentlicher Verwaltung werden im neuen KI-Zentrum von Fortiss in den ‚Highlight Towers‘ in München-Schwabing zusammenarbeiten. Bei Fortiss handelt es sich um das Forschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme und Services. Im Mittelpunkt des neuen KI-Zentrums steht, verlässliche und sichere KI-Methoden zu erforschen und Lösungen zu entwickeln, die unternehmenskritische Prozesse und Systeme steuern und ­kontrollieren. Das schließt eingebettete Entscheidungs- und Kontrollsysteme wie Software für autonome, interagierende Fahrzeugflotten, Service-Drohnen und Flugtaxis, cloudgesteuerte Produktionsanlagen, Energie- und Versorgungs-Infrastrukturen sowie neue digitale Dienste für die öffentliche Verwaltung ein.

Projekte im Überblick

Das Zentrum startet mit zwei Leitprojekten. Im Leitprojekt ‚KI-Potenziale‘ unterstützen die Forscher Unternehmen bei der Ideenfindung und erarbeiten mit ihnen das KI-Potenzial für Produkte, Geschäftsmodelle und Dienstleistungen. Firmen können die vorhandene Infrastruktur und Hardware ­nutzen, um erste Prototypen aufzubauen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, an anwendungsbezogenen Trainings zu ausgewählten KI-Technologien teilzunehmen.

Darüber hinaus entwickeln die Informatiker im Leitprojekt ‚Robuste KI‘ verlässliche, sichere und selbstlernende Softwaresysteme, die zeitnah abgesicherte Entscheidungen in unsicheren Umgebungen oder bei unvorhersehbaren Situationen treffen. Diese sollen insbesondere den Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung bei der Verarbeitung personenbezogener Daten entsprechen und die immer größer werdenden Datenmengen in Unternehmen und Organisationen verarbeiten, ohne Vertraulichkeit und Datenschutz zu gefährden.