Engineering-Software: Wago stellt neue Software-Suite e!Cockpit vor

Immer mehr Engineering-Tools halten Einzug in den Alltag von Maschinen- und Anlagenbauern. ­Angesichts der immer umfangreicheren Funktionalitäten bleibt die Nutzerfreundlichkeit der Software oft auf der Strecke. Dies zu ändern, hat sich Wago bei der neuen Software-Plattform e!Cockpit zur Aufgabe gemacht.

Nutzerfreundlichkeit von Engineering-Tools Bildquelle: © Wago Kontakttechnik

Maschinen- und Anlagenbauer ebenso wie -betreiber stehen im globalen, immer stärker umkämpften Markt vor der Herausforderung, in immer kürzeren Zeiträumen Produkte zu liefern oder kurzfristig auf aktuelle Marktbedürfnisse und deren Veränderungen reagieren zu müssen. Vor diesem Hintergrund ist die zunehmende Nutzung von Software in dieser Branche Segen und Fluch gleichermaßen. Denn was den Maschinen- und Anlagenbau auf der einen Seite dadurch flexibler macht, dass mechanische durch automatisierte Komponenten ersetzt werden, erzeugt auf der anderen Seite enorme Aufwendungen.

So fallen heute bereits zwischen 50 und 70 % der Automatisierungskosten während der Planung, Programmierung und Inbetriebnahme einer Anlage an. Also dort, wo Software in die Anlage eingebettet, an anwenderindividuelle Bedürfnisse angepasst und bedienbar gemacht wird. Diese Investitionen machen Sinn. Denn eine stark automatisierte Anlagenarchitektur bietet den erheblichen Vorteil, schnell an neue Produktionsanforderungen angepasst werden zu können. Allerdings erst dann, wenn die Nutzer der Engineering-Software diese auch beherrschen. Oder anders ausgedrückt: Für den effizienten Betrieb einer neuen Anlage ist es erforderlich, die Programme zu verstehen und sicher verwenden zu können.

Bis es allerdings soweit ist, kommen den Anwendern mitunter weitere Investitionen teuer zu stehen. Der Einstieg in neue Computersoftware ist – gerade wenn es sich um Business-IT handelt – in der Regel mit erheblichem, vor allem zeitlichem Aufwand verbunden. Das hat einerseits mit der Komplexität der Softwareprogramme zu tun, die in Aufbau und Funktionalität deutlich schwerer greifbar sind als Hardwarekomponenten, andererseits mit der Vielzahl individueller grafischer Bedienoberflächen, die jede für sich eine mehr oder weniger große Herausforderung für den Anwender bedeuten. Hinzu kommt, dass die Bedienphilosophien von Software zu Software und von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind, was schlussendlich die Usability von Softwaretools verringert und den Einarbeitungsaufwand für Anlagenbauer und -betreiber immens erhöht.