Phoenix Contact

Von Edge bis KI

Ulrich Leidecker: „Das Ergebnis 2020 wird besser ausfallen, als zu Beginn der Pandemie erwartet.“
Ulrich Leidecker: „Das Ergebnis 2020 wird besser ausfallen, als zu Beginn der Pandemie erwartet.“
© Phoenix Contact

Im Vorfeld der SPS Connect ließ Ulrich Leidecker, Chief Operating Officer bei Phoenix Contact, das Jahr 2020 Revue passieren. Und gab einen Ausblick auf Entwicklungen im neuen Jahr.

»Wir haben einen enormen Digitalisierungsschub erlebt und können von einer steilen Lernkurve profitieren.« Aber das ist auch schon alles Positive, was Ulrich Leidecker dem größten Einflussträger ‚Corona‘ für das Jahr 2020 abgewinnen kann.

Phoenix Contact wird das Geschäftsjahr 2020 wohl mit einem moderaten Umsatzrückgang von 4 bis 5 % abschließen, die ursprüngliche Geschäftserwartung von 2 bis 3 % Wachstum musste Corona-bedingt fallen. 

Technologisch rückt Leidecker vor allem das offene Ökosystem PLCnext in den Vordergrund. Schon im September lizenzierte Phoenix Contact seine PLCnext Laufzeitumgebung an Yaskawa. Yaskawa plant den Einsatz des PLCnext-Runtime-Systems in den Bereichen Motion Controls und Robotics, zunächst in Europa und den USA. Neu in der Familie der Steuerungen PLCnext Control sind nun zwei Geräte, die speziell mit dem Fokus auf Edge-Use-Cases entwickelt wurden. Sie basieren auf den industriellen Box-PCs EPC 1502 und EPC 1522.
Die Funktionalitäten des PLCnext Runtime Systems werden um speziell für Edge-Computing vorbereitete Software-Anwendungen, wie eine zusätzliche webbasierte Konfigurationsoberfläche zum Beispiel für Dockercontainer, NodeRed und einer integrierten Datenbank ergänzt.

PLCnext-Anwendungen, die funktionale Sicherheit benötigen, können zukünftig auch nachträglich mit einem entsprechenden Erweiterungsmodul ausgerüstet werden. Dazu gibt es jetzt zwei Erweiterungsmodule AXC F XT SPLC 1000 und AXC F XT SPLC 1000, um Anlagen mit bis zu 32/300 Profisafe-Geräten nach SIL3 oder. Performance Level PLe zu realisieren.

Auch skalierbare KI-Lösungen von der Feldebene über die Controller- und Edge-Ebene bis hin zur Cloud lassen sich zukünftig Mit dem PLCnext Ecosystem realisieren. Der erste Schritt zur Integration von künstlicher Intelligenz in die Automatisierungswelt ist das neue Extension Modul AXC F XT ML 1000, das voraussichtlich ab Mitte 2021 das Ecosystem erweitern soll. Das Erweiterungsmodul ermöglicht es, Machine-Learning-Algorithmen direkt an der SPS anzuwenden. Jede AXC-Steuerung der PLCnext Familie, die auf diese Weise funktional erweitert wird, kann dann beispielsweise die Klassifizierung von Objekten auf Basis von Deep-Learning-Methoden umsetzen.


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