Innotec

Nach der Übernahme durch Siemens

27. November 2008, 12:00 Uhr | Stefan Kuppinger

An der Unabhängigkeit der Firma Innotec und ihrer PLM-Lösung Comos (Plant-Life-Cycle-Asset-Management) wird sich auch nach der Beteiligung des Siemens-Konzerns nichts ändern. Dennoch will Geschäftsführer Jochen Schüler von der großen Mutter profitieren und internationale Groß-Projekte an Land ziehen.

Comos-Industry-Solutions-Geschäftsführer Jochen Schüler: „Die Beteiligung von Siemens erschließt uns die internationalen Märkte für Großprojekte.“

Herr Schüler, im August 2008 überraschte Siemens den Markt mit der Übernahme von Innotec. War der Preis für die bisherigen Inhaber einfach zu verlockend oder gab es wirtschaftliche Probleme?

 

Schüler: Seit der Gründung von Innotec haben wir immer unsere ehrgeizigen Wachstumsziele stets ohne Fremdfinanzierung erreicht. In den vergangenen Jahren, wie auch aktuell, wachsen wir mit 25 bis 30 % ausgezeichnet. Dennoch wollen wir künftig schneller wachsen, insbesondere in den Märkten außerhalb Europas. Dazu brauchen wir einen besseren Zugang zum Projektgeschäft, letztlich Know-how für unseren Vertrieb. Gemeinsam mit Siemens wird es künftig einfacher, solche Projekte zu gewinnen.

 

Wie sieht die Integration in die Konzernstrukturen von Siemens aus?

 

Schüler: Im Oktober ist die auf drei Jahre angesetzte Integrationsphase gestartet und die bisherige Innotec wird von der Division „Industry Automation“ als eigenständiges Unternehmen geführt. Ab sofort heißen wir Comos Industry Solutions GmbH.

 


  1. Nach der Übernahme durch Siemens
  2. Generelle Strukturen beibehalten - Strategien anpassen