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Mehr Kollaboration dank Cloud

21. Juli 2020, 09:06 Uhr   |  Meinrad Happacher


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Schaltpläne aus der Bibliothek

Gerald Scheffels ist freier Fachjournalist aus Wuppertal.
© Eplan

Gerald Scheffels ist freier Fachjournalist aus Wuppertal.

Neben den Viewing- und Kollaborationsfunktionen von eView kann ePulse dem Anwender ebenso den Einstieg in die automatisierte und standardisierte Schaltplan-Erstellung erleichtern. Thomas Michels: »Das funktioniert ähnlich wie beim Data Portal, nur auf einer höheren Ebene. Zum Beispiel sind in eBuild Free – so heißt der Service – Schaltplan-Bibliotheken für komplette Subsysteme wie zum Beispiel die Spannungsversorgung hinterlegt.« Diese Bibliotheken hat Eplan gemeinsam mit Unternehmen wie Phoenix Contact erstellt, die sich in diesem Bereich als ‚Early Adopter‘ sehen: »Der User öffnet, um bei diesem Beispiel zu bleiben, eine Bibliothek ‚Spannungsversorgung‘, gibt einige Parameter wie Stromstärke und Anzahl der erforderlichen Kanäle und Verbraucher ein. Auf Knopfdruck erhält er den mehrseitigen Schaltplan des Systems, den er in sein Projekt übernehmen kann.« So spart der Planer Zeit und erhält ein System, bei dem alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind. 

Die digitale Eingangstür

ePulse soll als digitale Plattform künftig die zentrale ‚Eingangstür‘ zur Cloud-Welt darstellen – mit eView und eBuild als wichtigen, aber nicht einzigen Servicelösungen. Thomas Michels: »Wir entwickeln kontinuierlich neue Services und binden dabei auch neue Benutzergruppen ein. Hier sehen wir sehr großes Potenzial zur weiteren Vereinfachung der Elektrokonstruktion und das immer im Zusammenspiel mit den bei unseren Kunden bereits vorhandenen Eplan-Lösungen. Mit der Zeit werden Unternehmen so die Möglichkeit bekommen, schrittweise mit dedizierten Engineering-Aufgaben in die Cloud umzusteigen – nicht immer 1:1, aber immer ausgerichtet auf den bestmöglichen Kundennutzen basierend auf Cloud-Technologie.«

Daten: Am besten reichhaltig

Wie können sich Anwender auf die neue Arbeitsweise vorbereiten? Wie können sie ihr erstes ePulse-Projekt umsetzen? Thomas Michels: »Es ist von großer Bedeutung, dass sich die User offen zeigen für die neuen Möglichkeiten und aktiv einen ersten Schritt tun. Das ist direkt auf Basis der vorhandenen Eplan-Projektdaten möglich. Allerdings gilt auch hier der Grundsatz, dass mehr Daten in den Eplan-Projekten auch mehr Nutzen in den weiteren Prozess-Schritten ermöglichen. Dazu gehören auch umfassende Gerätedaten, Servicedokumente und Wartungsinformationen. All das wird der Monteur und auch der Betreiber der Anlage künftig vor Ort einsehen können und auch wollen.« 
»Außerdem«, so André Beunink, »kann der Maschinenbauer auf Basis der hochwertigen, stets aktuellen Konstruktionsdaten auch neue Geschäftsmodelle generieren – zum Beispiel die konstante Pflege der Daten über die gesamte Lebensdauer der Anlage.« Ein solcher Service könne sich aus Sicht des Endkunden schon beim ersten Servicefall amortisieren.  

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1. Mehr Kollaboration dank Cloud
2. Bessere Abstimmung über die ­Projektlaufzeit
3. Schaltpläne aus der Bibliothek

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