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Mehr Kollaboration dank Cloud

21. Juli 2020, 09:06 Uhr   |  Meinrad Happacher


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Bessere Abstimmung über die ­Projektlaufzeit

Teilfunktionen wie hier am Beispiel eines 24-V-Netzgerätes lassen sich mit eBuild Free konfigurieren.
© Eplan

Teilfunktionen wie hier am Beispiel eines 24-V-Netzgerätes lassen sich mit eBuild Free konfigurieren.

Die Vorteile des standortübergreifenden, cloud-gestützten Arbeitens gehen aber noch weiter, wie Thomas Michels erläutert: »Häufig sind es Engineering-Dienstleister, die im Auftrag etwa eines Maschinenbauers die Schaltschränke planen. Über die Projektlaufzeit gibt es immer wieder Reviews, Abstimmungen mit den Kunden und 
Statusberichte. All diese Zwischenstände können jetzt auf ePulse bereitgestellt werden – in der jeweils neuesten Version. So haben alle Beteiligten stets Zugriff auf den aktuellen und einheitlichen Stand.« 

Dass die Bezeichnung ‚eView‘ genau genommen untertrieben ist, erhöht den Nutzen aus Anwendersicht noch. Denn mit den Funktionen ‚Redlining‘ und ‚Greenlining‘ können – wiederum als Beispiel – die Monteure vor Ort Änderungen und Kommentare vermerken, die der zuständige und änderungsberechtigte Elektrokonstrukteur in das Projekt einarbeitet. So baut sich ein strukturierter Informationsfluss zwischen den Beteiligten auf, und der Konstrukteur behält zugleich die Hoheit über seine Schaltpläne und Projekte. Die Vorteile der cloudbasierten Lösung betreffen nicht nur fertige Projekte, die vor Ort montiert werden sollen, sondern ebenso Abstimmungszyklen während der Projektierung. 

»Der Maschinenbauer möchte ein Schaltschrank-Layout bereitstellen, um die Freigabe des Endkunden einzuholen. Das ist über eView mit geringem Aufwand möglich: Dort steht der digitale Prototyp zur Ansicht bereit« –  Thomas Michels

Thomas Michels, Senior Director Cloud Business Software
© Eplan

Thomas Michels, Senior Director Cloud Business Software

In den letzten zehn Monaten wurden schon mehr als 16.000 Eplan-Projekte in die Cloud gestellt. Abgelegt sind diese Projekte in sogenannten Organisationen – aktuell rund 4000. Hier sind knapp 11.000 Anwender registriert und arbeiten aktiv damit – das Feedback der Kunden ist durchweg positiv. eView ist damit bereits ein sehr gutes Beispiel für eine Erweiterung der Eplan-Engineering-Lösungen durch Workflow-orientierte Cloud-Services. Die orts- und geräte-unabhängige Verfügbarkeit der Schaltplanprojekte wird durch die Cloud-Technologie erst ermöglicht. So will Eplan schrittweise weitere Mehrwerte in Ergänzung zum existierenden Portfolio bieten 
– auch über die reine Engineering-Phase hinaus entlang der gesamten Wertschöpfungsketten der Kunden.

Neue Basis der Konstrukteurs-Software

Dass die Entwicklung der vorgestellten Cloud-Dienste mit hohem personellen und zeitlichen Aufwand bei Eplan verbunden ist, hat seinen Grund darin, dass eine völlig neue Struktur der Konstrukteurs-Software geschaffen werden muss. Diese Transformation fällt in den Aufgabenbereich von André Beunink, Director Cloud Business Digital Platform: »Die Cloud-Module werden im Vergleich zur Eplan-Plattform nicht ‚on premise‘ auf den Rechnern der Anwender installiert. Stattdessen stellen wir allen Anwendern nach dem Prinzip von Software-as-a-Service eine gemeinsame, hoch zuverlässige und sichere IT-Infrastruktur in der Cloud bereit.« Diese Herausforderungen, so Beunink, hat Eplan inzwischen bewältigt und kann den Anwendern bereits neue Möglichkeiten in ePulse anbieten.

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1. Mehr Kollaboration dank Cloud
2. Bessere Abstimmung über die ­Projektlaufzeit
3. Schaltpläne aus der Bibliothek

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