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KI und ERP in der Fertigung

26. März 2020, 15:36 Uhr   |  Meinrad Happcher | Kommentar(e)

KI und ERP in der Fertigung
© iStockphotos Kinwun

Bei der Einführung von KI im Verbund mit einem ERP-System stehen drei Fragestellungen im Mittelpunkt: Was ist unter Künstlicher Intelligenz zu verstehen? Wo liegen konkret die Vorteile? Wie lassen sich KI-Technologien wirtschaftlich in Unternehmen einführen und weiterentwickeln?

Der Einsatz von KI ist in der deutschen Fertigungsindustrie noch nicht wirklich angekommen. Laut einer PwC-Studie anhand der Befragung von 500 Entscheidern in deutschen Unternehmen setzen nur 4 % KI ein, 2 % sind dabei, entsprechende Technologien zu implementieren, geplant haben dies 17 %. Rund die Hälfte der Befragten halten das Thema für nicht relevant.

Wenn KI im Einsatz oder vorstellbar ist, dann vor allem in Richtung Datenanalysen für Entscheidungsprozesse (70 %) oder für die Prozess-automatisierung bestehender Geschäftsprozesse (63 %). Dabei geht es den Unternehmen vor allem darum, Mitarbeiter zu unterstützen und zu entlasten – so der Fokus von 71 % der befragten Unternehmen. Autonom agierende Systeme spielen eine eher untergeordnete Rolle.
Grundsätzlich stellt sich in Unternehmen – so eine weitere Studie von PwC – die Frage: Wie lassen sich KI-Anwendungen am besten im Unternehmen einführen? Ein wesentlicher Aspekt hierbei: Wie lässt sich eine KI-Kultur im Unternehmen etablieren und entsprechendes Vertrauen der Mitarbeiter in die Technologie aufbauen?

Die Basics

»Vor diesem Hintergrund sind unterschiedliche Wege denkbar, um intelligente Systeme schrittweise in den industriellen Alltag einzubinden«, sagt Dirk Löhmann, Regional Vice President Continental Europe, Epicor.
»Um eine organische Entwicklung von KI zu fördern und diese Veränderung erfolgreich zu steuern, sind aus unserer Erfahrung im Zuge von ERP-Projekten zwei Schritte für die Fertigungsindustrie wichtig: Zuerst braucht es eine zentrale Software für das Unternehmensmanagement – in unserem Fall das ERP-System –, die sich durch einen Plattformorientierten Ansatz sowie eine serviceorientierte Software-Architektur auszeichnet. Dann ist die Voraussetzung gegeben, KI-Services als Cloud-Anwendungen, wie sie etwa über Microsoft Azure zur Verfügung stehen, flexibel nach Bedarf zu integrieren.
Zum anderen gilt es, in Unternehmen die Scheu vor Künstlicher Intelligenz abzubauen, die zumeist mit autonomen Robotern in Verbindung gebracht wird. Denn in der Realität können – und werden bereits – KI-Funktionalitäten sehr intuitiv in alltägliche Prozesse und Entscheidungen eingebunden werden und zwar in einer Form, die als komfortable IT-Technologie und weniger als Künstliche Intelligenz wahrgenommen wird. Sprachsteuerung oder Trend- und Mustererkennung auf Knopfdruck sind hier typische Beispiele.«

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1. KI und ERP in der Fertigung
2. Virtueller Agent als erster Schritt 
3. Flexible KI-Optionen

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