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Siemens 2. Quartal 2020

Keine Prognose für 2020

08. Mai 2020, 11:32 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Keine Prognose für 2020
© Siemens

Siemens gab die Zahlen für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2020 bekannt.

Siemens setzt die Prognose für 2020 aus. Grund ist die aktuelle Situation. Dennoch habe man »trotz komplizierter Umfeldbedingungen ein robustes Quartal abgeliefert«.

»Die Krise bringt für uns aber natürlich auch gewaltige Herausforderungen auf der Absatzseite mit sich. Und das beeinflusst das ganze Unternehmen. Viele unserer Schlüsselmärkte und Schlüsselindustrien sind stark betroffen, zum Beispiel Automobilindustrie und Maschinenbau. Aber auch die Finanzierbarkeit von großen Projekten bis hin zu Kundendienst- und Service-leistungen beim Kunden. Unterschiedliche Regelungen in den verschiedenen Ländern tun ihr Übriges«, so fasst Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender des Siemens-Konzerns, die aktuelle Lage anlässlich der Präsentation der Zahlen für das 2. Quartal 2020 zusammen.

»Insofern erwarten wir erst für das dritte Quartal die volle Wirkung des weltweiten „Shutdown“ und damit eine Bodenbildung der Nachfrage. Dabei ist es vor allem wegen des multikausalen Charakters der Einflüsse zu früh, eine Bewertung abzugeben, wie lange diese Situation anhält und wann sich die Weltwirtschaft erholt. Deshalb werden wir unsere ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nicht mehr bestätigen und bis auf weiteres auch von einer neuen absehen. Ralf Thomas wird in seinem Vortrag auf die Änderungen im Ausblick näher eingehen. Wir sind uns aber sicher, dass Siemens aus der Krise gestärkt hervorgehen kann«, so Kaeser weiter.

Das 2. Quartal in Zahlen

In Zahlen zeigt sich die aktuelle Situation bei Siemens wie folgt: Der Umsatz bewegt sich mit 14,225 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau (14,245 Milliarden Euro). Ein Rückgang bei Digital Industries von 4,056 Milliarden Euro auf 3,684 Milliarden Euro sei im Wesentlich auf die kurzzyklischen Geschäfte begrenzt und konnte durch die Zunahmen bei Siemens Healthineers und Mobility ausgeglichenw erden. Der Auftragseingang ging jedoch von 16,462 Milliarden Euro auf 15,150 Milliarden Euro zurück. Als Gründe nennt Siemens den starken Rückgang von Großaufträgen bei Mobility. Diese konnten nur zum Teil durch einen deutlichen Zuwachs bei Siemens Healthineers ausgeglichen werden. Auftragsbestand von 69 Milliarden Euro spiegelt die Klassifizierung von Gas and Power sowie SGRE als nicht fortgeführte Aktivitäten wider; der Auftragsbestand dieser beiden Geschäfte betrug zum Ende des 2. Quartals 2020 insgesamt 81 Milliarden Euro.

Der Free Cash Flow der industriellen Geschäfte ging von 1,513 Milliarden Euro im Q2/2019 auf 1,101 Milliarden Euro zurück. Ausschlaggebend waren hier niedrigere Projektzahlungen von Kunden bei Mobility

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