Schwerpunkte

Microsoft-Studie

IoT und KI gewinnen an Bedeutung

19. Juni 2020, 12:30 Uhr   |  Andrea Gillhuber

IoT und KI gewinnen an Bedeutung
© Microsoft

Laut einer aktuellen Microsoft-Studie gewinnen das IoT und künstliche Intelligenz weiter an Bedeutung.

Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge sind für jedes fünfte KMU wichtiger denn je – vor allem, um die Corona-Pandemie zu überstehen. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag von Microsoft.

Für 45,2 % der kleinen und mittelständischen Industrieunternehmen sind künstliche Intelligenz und das Internet of Things „unverändert wichtig“, doch 18,9 % sehen die Technologien als „wichtiger als je zuvor“ an. Vor allem, wenn es darum geht, die Covid-19-Pandemie erfolgreich oder weitgehend unbeschadet zu überstehen. Für rund ein Drittel (31,6 %) der befragten Unternehmen spielen sie hingehend eine untergeordnete Rolle („unverändert wenig wichtig“). Ein interessanter Aspekt dabei ist, dass dieser Wert mit 43,6 % bei Kleinstunternehmen mit bis zu 20 Angestellten deutlich höher ist als bei Unternehmen mit bis zu 400 Mitarbeitern (25,3 %). Das ist das Ergebnis einer techconsult-Studie im Auftrag von Microsoft Deutschland, für die im Mai 2020 196 Online-Interviews mit Geschäftsführern und IT-Experten aus der Industrie geführt wurden.

Liquiditätssicherung ganz oben auf der Agenda

Die Corona-Pandemie beschäftigt die ganze Welt. Allerdings fühlt sich die Mehrheit der befragten KMUs trotz des Lockdowns „weniger stark“ (47,4 %) oder „überhaupt nicht“ (8,7 %) von der Krise betroffen. Nur 10,7 % gaben an, „sehr stark“, 33,2 % „stark“ betroffen zu sein. Dennoch beschäftigen sich die befragten Unternehmen mit den Folgen der Pandemie. An erster Stelle steht bei 56,6 % der Befragten die Sicherung der Liquidität, gefolgt von der Digitalisierung der Unternehmensprozesse (41,8 %). 21,9 % sehen die besten Zukunftsaussichten in einer Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Außerdem haben sich während des Shutdowns mobile Arbeitsmodelle bewährt: Bei den frei formulierbaren Antwortmöglichkeiten, wie die Krise bewältigt werden kann, liegt das Homeoffice ganz vorne. Daher planen Unternehmen, die IT-Ausstattung für mobiles Arbeiten über den Shutdown hinaus auszubauen.

Künstliche Intelligenz erfordert strukturiertes Aus- und Weiterbildungsprogramm

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Eine Frage der Studie bezog sich auf die Voraussetzungen für einen verstärkten Einsatz von datenbasierten oder Machine-Learning-Ansätzen, Mehrfachantworten waren hier möglich. Als wichtigste Voraussetzung für KI nannten 60,2 % der Befragten die Qualifizierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Allerdings unterscheiden sich dabei die kleinen Unternehmen von den größeren: Bei Firmen mit bis zu 19 Beschäftigten stimmten 50 % für die Aus- und Weiterbildung der eigenen Belegschaft, während es bei Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten 72,4 % waren. Das Ergebnis wird durch eine weitere Microsoft-Studie bestätigt, laut der Unternehmen mit KI-Projekten dann am erfolgreichsten sind, wenn die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den gleichen Stellenwert wie Investitionen in intelligente Technologien hat.

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