Schwerpunkte

Digitalisierte Prozessoptimierung

Hahn digital und Erium kooperieren

18. November 2020, 13:30 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Hahn digital und Erium kooperieren
© Hahn Group

Hahn Digital und Erium bündeln ihre Kompetenzen und treiben die digitale Prozessoptimierung voran.

Hahn Digital und Erium bündeln ihre Kompetenzen und treiben die digitale Prozessoptimierung mit KI und Data Analytics voran.

Hahn Digital und Erium entwickeln gemeinsam ein Angebot für Analytics Use Cases in Fertigungsprozessen. Dieses richtet sich zunächst an den Healthcare-Sektor und kann später auf die Automobil-, Elektronik- oder Konsumgüterindustrie ausgeweitet werden.

Der Ansatz der beiden Unternehmen basiert auf geschlossenen, auf künstlicher Intelligenz basierten Regelkreisen zur Berechnung von Handlungsempfehlungen in den Bereichen Verfügbarkeit und Produktivität zur Verbesserung der Gesamtanlageneffektivität (OEE). Da die Algorithmen neben der Anlage auch das gefertigte Produkt beschreiben, werden dabei insbesondere Vorhersagen zur Produktqualität ermöglicht.

Der Ansatz von Erium bietet hier den Vorteil, dass selbst geringe Datenmengen für die Durchführung von Analysen ausreichen. Hierbei werden die Branchenkenntnisse von Hahn Digital sowie das Fachwissen von Experten und Ingenieuren in das statistische Modell, das den physischen Prozess abbildet, integriert. Auf diese Weise gelangen Unternehmen schneller an Erkenntnisse. So lassen sich Prozessparameter durch Datenanalysen präziser definieren. Mit Hilfe von Maschinenparametern und der Erkennung von Anomalien werden zudem frühzeitig Wartungsaktivitäten ausgelöst, was langfristig die zielgerichtete Wartung nach Bedarf ermöglicht und längere Ausfallzeiten durch Reparaturen vermeidet.

Erste Projekte im Healthcare-Sektor

Vor allem der Healthcare-Sektor profitiert von der Analyse von Prozess- und Qualitätsparametern, wodurch Fehlerursachen im Spritzgießprozess schneller erkannt werden können. Anhand systematischer statistischer Versuchsplanung wird die Anlaufzeit optimiert und der Aufwand zur Einstellung von beispielsweise Befüllungsprozessen reduziert. Da geschlossene KI-basierte Regelkreise für bestehende Prozesse in vielen Fällen eine Prozessrezertifizierung notwendig machen, lohnt es sich, Produktionsanlagen von Anfang an mit Sensoren und Analytics-Tools auszustatten. Langfristig gibt die Anlage damit dem Betreiber Aufschluss über Fehlerursachen, Optimierungspotenziale und optimierbare Einstellungen. Erste Projekte laufen bereits

Uziel Zontag, Geschäftsführer von Hahn Digital
© Hahn digital

»Prozessanalyse und -optimierung wird gerade für produzierende Unternehmen immer wichtiger,« erklärt Uziel Zontag, Geschäftsführer von Hahn Digital.

»Prozessanalyse und -optimierung wird gerade für produzierende Unternehmen immer wichtiger. Smart Factory in einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für unsere Kunden zu übersetzen, ist der Schlüssel, um den steigenden Anforderungen hinsichtlich Marktreife und Qualitätssicherung gerecht zu werden,« erklärt Uziel Zontag, Geschäftsführer von Hahn Digital. »Die Kombination aus unserem tiefgreifenden Verständnis der digitalen Fertigung und Eriums weitreichendem Know-how im Bereich Prozessoptimierung ermöglicht es uns, unsere Kunden mit einer leistungsstarken KI zu unterstützen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.«

Dr. Theo Steininger, Gründer und CEO von Erium, ergänzt: »Die Partnerschaft war für uns ein logischer Schritt. Die Anlagen der Hahn Group eignen sich aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten exzellent für den Einsatz von Machine Learning. Gleichzeitig haben wir mit Hahn Digital den idealen Anknüpfungspunkt in die Group, da Hahn Digital in beiden Welten – sowohl in der Digitalisierungstechnologie als auch in der Automatisierungstechnik – zu Hause ist. Das sind optimale Voraussetzungen für gemeinsames Wachstum.«

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