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VDMA zur Präsidentschaftswahl

»Ein guter Tag für die transatlantischen Beziehungen«

10. November 2020, 11:48 Uhr   |  Andrea Gillhuber

»Ein guter Tag für die transatlantischen Beziehungen«
© Pixabay/CC0

Die Präsidentschaftswahl in den USA beschäftigte die ganze Welt

Der Maschinen- und Anlagenbau atmet auf: Joe Biden hat die US-Präsidentsschaftwahl gewonnen. Dennoch warnt VDMA-Präsident Haeusgen vor allzu großer Euphorie.

Der Wahlsieg von Joe Biden sei eine gute Nachricht für die transatlantischen Beziehungen, so der VDMA. Der Maschinen- und Anlagenbau erwartet vom neuen US-Präsidenten eine besser berechenbare Politik, die auch die transatlantischen Partner in Europa wieder stärker einbindet. Lesen Sie hier das Statement von VDMA-Präsident Karl Haeusgen zur Wahl des neuen US-Präsidenten Joe Biden:

Haeusgen, VDMA
© VDMA/Teichmann

Karl Haeusgen, Präsident des VDMA

»Heute ist ein guter Tag für die transatlantischen Beziehungen. Wir erwarten vom neuen US-Präsidenten Joe Biden eine besser berechenbare Politik, die auch die transatlantischen Partner in Europa wieder stärker einbindet. Der wirtschaftliche Ausbau der USA wird die Amtszeit des neuen Präsidenten prägen. Sein Programm sieht kurzfristig ein riesiges Konjunkturprogramm von 2000 Milliarden Dollar vor, das Infrastrukturprojekte ebenso umfasst wie den Ausbau der Digitalisierung und der erneuerbaren Energien. Davon dürfte auch die europäische Investitionsgüterindustrie profitieren. Auch die Zusammenarbeit mit multilateralen Organisationen wie der WTO würde mit Joe Biden sicher sofort besser werden. Stil und Charakter der Zusammenarbeit mit den westlichen Bündnispartnern werden sich zügig verbessern und wieder regelbasiert sein.

Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Denn der neue US-Präsident dürfte in Teilen die protektionistische Handelspolitik seines Vorgängers fortsetzen: Staatsaufträge sollen möglichst an amerikanische Firmen vergeben werden. Auch mit Blick auf China ist nicht mit Entspannung zu rechnen. Wovon wir jedoch positiv ausgehen und was wir auch klar fordern,  ist die handelspolitische Entspannung mit Europa. Dazu müssen wechselseitig die Strafzölle auf EU- und US-Produkte abgeschafft und ein bilaterales Handelsabkommen EU-USA abgeschlossen werden, das alle Industriezölle beseitigt und Konformitätsbewertungen gegenseitig anerkennt.«

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