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Datensicherheit made in Germany

22. Oktober 2014, 14:37 Uhr   |  Frank Riemenschneider

Datensicherheit  made in Germany
© Infineon

Das Unternehmen Infineon Technologies und die Deutsche Telekom haben eine Sicherheitslösung zum Schutz der vernetzten Produktion präsentiert. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sollen davon profitieren können.

Infineons CEO Dr. Reinhard Ploss erklärt Bundeskanzlerin Merkel die Sicherheitstechnologie. Ganz links Wirtschaftsminister Gabriel, daneben Telekom-CEO Höttges.
© Infineon

Dr. Reinhard Ploss, CEO von Infineon Technologies, erklärt auf dem IT-Gipfel Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sicherheitstechnologie. Ganz links Wirtschaftsminister Gabriel, daneben Telekom-CEO Höttges.

Beim IT-Gipfel in Hamburg, an dem u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel teilnahmen, wurde gezeigt, wie sensible Produktionsdaten über einen lückenlos sicheren Kommunikationskanal zwischen zwei deutschen Standorten übermittelt werden können. An der gezeigten Sicherheitstechnologie mit der Bezeichnung "Made in Germany" sind auch das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie sowie die Unternehmen Trumpf, Wibu-Systems und Hirschmann beteiligt.

Gleichzeitig wurden einmal mehr Forderungen an die Politik hinsichtlich der Umsetzung von Industrie 4.0 laut: Investitionsanreize sollen gezielt den Technologieschub in den Unternehmen – ob kleine und mittelständische Betriebe oder Großunternehmen, die investitionsintensive Basistechnologien entwickeln – befördern. So könnten Unternehmen in Deutschland ihre Produktivität und Effizienz verbessern sowie in Zukunft technologische Standards im weltweiten Wettbewerb setzen. Ebenso könnten in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (PPP), unter Mitwirkung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und von Industrieverbänden, Standards und Zertifizierungen definiert werden, die Vertrauen in die Sicherheit von Industrie 4.0 schaffen.

Über die Sicherheitstechnologie "Made in Germany"

Die Sicherheitstechnologie, die auf dem IT-Gipfel gezeigt wurde, ist verfügbar und wurde in gemeinsamen Forschungsprojekten der Industriepartner mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt. Infineon Technologies liefert Sicherheitschips des Typs SLE97. ASie dienen als Identitätsausweis für Computer, Router und Maschinen und gewähren nur autorisierten Personen sowie nicht manipulierten Geräten Zugriff auf IT-Netzwerke. Erst nach erfolgreicher Prüfung werden die Daten verschlüsselt über sichere Telekommunikationsnetze übermittelt.

Die Deutsche Telekom stellt im Rahmen der Gesamtlösung eine sichere und hochverfügbare Netzinfrastruktur als wesentliches Bindeglied für die Echtzeit-Konnektivität zur Verfügung. Dazu gehören gesicherte Cloudleistungen sowie mobile Endgeräte und deren Integrierbarkeit in Prozesse und Applikationen. Das 'Cyber Defence Center' der Deutschen Telekom ist ein wesentliches Element, um die sichere Ende-zu-Ende-Kommunikation der gezeigten Lösung sicherzustellen.

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