Schwerpunkte

"Drei Fragen an..." - die Mai-Edition

Corona: Die Veränderung als Chance

08. Mai 2020, 09:30 Uhr   |  Tiffany Dinges


Fortsetzung des Artikels von Teil 6 .

Janitza electronics: »Solidarität zeigen und die eigene Gesundheit wertschätzen«

Rudolf Müller Geschäftsleitung Janitza electronics
© Janitza

Rudolf Müller, Geschäftsleitung Janitza electronics

Mit seinen zurückliegenden Vita-Stationen im Produktmarketing und als Vertriebsleiter weiß Rudolf Müller, Geschäftsführer bei Janitza electronics, um die Notwendigkeit, neue Produkte zu entwickeln und zu visualisieren und sie zudem potenziellen Kunden zeitnah im richtigen Umfeld zu präsentieren. Wie Prioritäten zwar nicht weichen sich aber verschieben und welche anderen Werte dabei eine große Rolle spielen, gar den eigenen Blick auf anderes lenken, erzählt uns Rudolf Müller im Gespräch.

Wie hat sich die Arbeit in Ihrem Unternehmen und vor allem für Sie persönlich in den letzten Wochen verändert?  

Nachdem persönliche Besprechungen kaum noch möglich waren lief die letzten Wochen alles fast ausschließlich über Web-Meetings und Telefonate. Die Abwesenheit vieler Mitarbeiter durch Home Office vermittelt im Büro den Eindruck von Stillstand und „Tiefenentspannung“ – die Parkplätze sind frei, Besprechungsräume sind verfügbar und  die Gänge sind leer. Leider bleiben dadurch auch das Zwischenmenschliche und der kurze Informationsaustausch auf der Strecke – sozusagen „der ungezwungene Plausch in der Teeküche“.

Wie lässt sich dieser Ausnahmezustand meistern, vielleicht sogar positiv nutzen und wie gehen Sie persönlich mit der aktuellen Situation um?

Müller: Wir fahren die Produktion das erste Mal seit Bestehen der Firma in einem Zweischichtmodell. Durch die Home Office-Tätigkeit und das Vermeiden von persönlichen Besprechungen wurde bei uns das Thema Digitalisierung massiv beschleunigt: unter anderem durch unterschiedliche Web-Tools, interne und externe Web-Konferenzen, Webinare für die Aus- und Weiterbildung sowie Produkt- und Applikations-Webinare für Kunden. Damit haben wir auch gewisse Ratio-Potentiale und sind für die Zukunft noch besser gerüstet.

Für mich persönlich gilt es jetzt, Zuversicht zu vermitteln, dass wir unsere Ziele nach wie vor erreichen können – auch wenn wir jetzt womöglich kreativer als sonst sein müssen. Wichtig ist vor allem Solidarität zu zeigen, zur Besinnung zu kommen, sich ganz besonders um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kümmern und auch die eigene Gesundheit mehr wertzu-schätzen, als das sonst der Fall ist.

Wo sehen Sie auf Ihre Arbeit/Ihren Arbeitsplatz bezogen die größten Herausforderungen für die kommenden Monate?

Müller: Die größte Herausforderung und das oberste Ziel sind der Erhalt der Gesundheit unserer Mitarbeiter und der nachhaltige Erhalt unserer Arbeitsplätze. Es gilt nach dem Shut-Down und dem damit verbundenen Entfall von Kundenbesuchen, Messen und Besprechungen, die Motivation aufrecht zu erhalten und Zuversicht zu bewahren!

Rudolf Müller und das Unternehmen Janitza electronics im Kurzportrait

Rudolf Müller Geschäftsleitung Janitza electronics
Gebäude Janitza

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