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"Drei Fragen an..." - die Mai-Edition

Corona: Die Veränderung als Chance

08. Mai 2020, 09:30 Uhr   |  Tiffany Dinges


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Universal Robots: »Kreative Lösungen für neue Problemstellungen«

Helmut Schmid, Geschäftsführer Universal Robots (Germany) GmbH & Regional Sales Director West- und Nordeuropa
© Universal Robots

Helmut Schmid, Geschäftsführer Universal Robots (Germany) & Regional Sales Director West- und Nordeuropa.

Als General Manager und Geschäfts-führer von Universal Robots konnte Helmut Schmid den Erfolg in den stark wachsenden Märkten in Westeuropa ausbauen. Um an diesen Erfolg anzuknüpfen, waren in diesem Jahr zur Unterstützung der Marktpräsenz unterschiedliche Messeauftritte geplant.
Wie Helmut Schmid nun die gesetzten Ziele verfolgt und welche Änderungen sich dadurch in der Mitarbeiter- aber auch Kundenansprache ergeben, konnten wir ihm im Kurzinterview entlocken.

Wie hat sich die Arbeit in Ihrem Unternehmen und vor allem für Sie persönlich in den letzten Wochen verändert? 

Schmid: Auch unsere Mitarbeiter arbeiten aktuell größtenteils von zuhause aus. Dadurch stellen wir sicher, unsere Kunden und Partner weiterhin kompetent beraten und unterstützen zu können. Zudem kann so auch unsere Produktion in Odense weiterlaufen. Unsere Abstimmungen haben sich derweil größtenteils ins Virtuelle verlagert, was sehr gut funktioniert. Insgesamt haben uns die letzten Wochen in eine Lage versetzt, häufiger als sonst kreative Lösungen für neue Problemstellungen finden zu müssen – und auch das hat wunderbar geklappt.

Wie lässt sich dieser Ausnahmezustand meistern, vielleicht sogar positiv nutzen, und wie gehen Sie persönlich mit der aktuellen Situation um?

Schmid: Der Ausnahmezustand erfordert, auch mal spontan einen neuen Weg einzuschlagen. Mit unserer virtuellen Cobot Exference ist uns das gelungen: Am Tag, als die Hannover Messe verschoben wurde, haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, was wir tun können. Messen sind für uns wichtig, der direkte Austausch mit Kunden und Partnern bedeutet uns viel. Daher haben wir kurzerhand entschieden, eine virtuelle Messe ins Leben zu rufen. Innerhalb weniger Wochen hatten wir diese auf die Beine gestellt. An 17 Messeständen konnten sich die Besucher per Chat mit UR-Experten und UR+-Partnern austauschen, ein Vortragsprogramm bot umfangreichen Input rund um MRK-Themen. Damit haben wir eine Teilnehmerzahl im vierstelligen Bereich erreicht, von denen sich viele erstmals mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Die positive Resonanz zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen haben. Das ist auf jeden Fall ein positiver Aspekt, den wir der Krise abgewinnen konnten.

Wo sehen Sie auf Ihre Arbeit/Ihren Arbeitsplatz bezogen die größten Herausforderungen für die kommenden Monate?

Schmid: Cobots zeichnet aus, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Industrierobotern direkt mit dem Menschen zusammenarbeiten können. Dem haptischen Moment fällt daher besonderes Gewicht zu: Anwender müssen die Roboter ausprobieren, um zu wissen, wie es sich anfühlt, damit zu arbeiten. Um interessierten Unternehmen trotz der aktuellen Schutzmaßnahmen zu ermöglichen, den Cobot im eigenen Betrieb in Augenschein zu nehmen, haben wir uns eine besondere Lösung überlegt: Wir schicken ein Modell zu den interessierten Firmen, und unsere Experten sind dann remote zugeschaltet, um verschiedene Anwendungsszenarien durchzuspielen und einen Eindruck von der Applikation zu geben.

Helmut Schmid und das Unternehmen Universal Robots im Kurzportrait

Helmut Schmid, Geschäftsführer Universal Robots (Germany) & Regional Sales Director West- und Nordeuropa
Universal Robots Gebäude

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