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Aus dem Takt?

23. März 2020, 14:40 Uhr   |  Meinrad Happcher

Aus dem Takt?
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Engpässe in komplex verketteten Montageanlagen ermitteln und dank Datentransparenz die Produktionseffizienz schnell optimieren! – Dass dies nicht Wunsch bleiben muss, zeigt die ­Applikation einer Montageanlage für Hinterachsgetriebe.

Ursachen unklar: Der Ausschuss an der Montagelinie ist zu hoch, die Taktzeiten nehmen minimal, aber stetig zu, auf den ersten Blick wird jedoch nicht deutlich, woran es liegt. Bei großen Montagelinien ist es oft schwierig, problematische Stationen oder Prozesse ausfindig zu machen, um das Optimierungspotenzial zu erkennen. Die Sammlung von Produktionsdaten mittels einer Software-Applikation namens ‚piaOptimum‘ kann die Lösung sein.
Engpässe in komplex verketteten Montageanlagen lassen sich damit ermitteln und dank Datentransparenz eine schnelle Optimierung der Produktions-effizienz ermöglichen. Welche Analysen und Auswertungen mit der Applikation möglich sind, soll am Beispiel einer großen Montageanlage für Hinterachsgetriebe eines deutschen Automobilzulieferers erläutert werden.

Die Montageanlage umfasst rund 50 Stationen, die allesamt mit der Software-Applikation überwacht werden. Möglich ist auch, nur einzelne Stationen oder Linienabschnitte genauer in den Blick zu nehmen. Um jedoch Aussagen über OEE-Verluste (Over-all Equipment Effectiveness) treffen zu können, ist die Betrachtung der gesamten Anlage sinnvoll, um ganzheitlich Engpässen und Störungen auf die Spur zu kommen. Als Station wird in der Software ein Anlagenteil definiert, an dem ein oder mehrere Bearbeitungsschritte durchgeführt werden, die von Beginn der Bearbeitung eines Bauteils bis zum Beginn der Bearbeitung des nächsten Bauteils dieselbe Solltaktzeit aufweisen wie die Anlage insgesamt; in diesem Fall 55 Sekunden. Alle 55 Sekunden wird also ein Hinterachsgetriebe fertiggestellt. Die Stationen sind in der Regel seriell aufgebaut.
Es gibt allerdings auch Ausnahmen, wo es technisch nicht möglich ist, den Be-arbeitungsschritt in 55 Sekunden durchzuführen. Um durch langsamere Stationen jedoch keinen Flaschenhals in der Montage zu etablieren, sind diese Stationen doppelt oder mehrfach als ganzzahliges Vielfaches der Solltaktzeit ausgeführt. So lässt sich im Endeffekt wieder ein Anlagentakt von 55 Sekunden erreichen. 

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1. Aus dem Takt?
2. Datenanbindung mittels OPC-UA ohne SPS-Eingriff
3. Maschinentakt per Optimierung der ‚Nebenzeit‘ gesenkt
4. Produktionsverlauf Station 8

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