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Produktpiraterie: VDMA-Studie: Fälschungen verursachen massiven Schaden

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben 2011 durch Produktpiraterie Umsatzeinbußen von 7,9 Milliarden Euro erlitten - 24 Prozent mehr als im Jahr 2009.

Der VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau - schätzt in seiner Studie zur Produktpiraterie den Umsatzverlust auf 7,9 Milliarden Euro, der den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern 2011 durch Produktpiraterie entstanden ist. Ein Umsatz in dieser Schadenhöhe würde der Branche knapp 37 000 Arbeitsplätze sichern.

Mehr als zwei Drittel der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sind betroffen (2010: 62 Prozent). Am stärksten trifft es die Hersteller von Textilmaschinen, Kunststoff- und Gummimaschinen sowie von Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik. Plagiate tauchen inzwischen vor allem im Bereich Komponenten (52 Prozent) auf, gefolgt von kompletten Maschinen-Nachbauten mit 48 Prozent und gefälschten Ersatzteilen mit 36 Prozent. China ist als Herstell- und Vertriebsregion für Plagiate erstmals rückläufig. Dagegen nehmen die Plagiate aus Deutschland zu. Bei den Absatzmärkten ist eine Globalisierung erkennbar: Fälschungen werden immer stärker weltweit vertrieben.

An der Studie beteiligt haben sich insgesamt 405 Unternehmen. Die Daten wurden vom 13. Februar bis zum 31. März 2012 unter den VDMA-Mitgliedsfirmen abgefragt.