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KI und Mittelstand: Serviceprozesse mit Künstlicher Intelligenz unterstützen

Zum 1. Januar 2020 startet das Projekt 'Service-Meister' unter Leitung des eco Verbands. Ziel ist es, ein KI-basiertes Service-Ökosystem für technischen Service im Zeitalter von Industrie 4.0 zu schaffen.

Künstliche Intelligenz Bildquelle: © Fotolia, Alexander Limbach

Studien zeigen den aktuell großen Bedarf an 'Service-Meister': 69 % der Unternehmen möchten laut der PAiCE-Studie des BMWi in fünf Jahren Serviceprozesse mit KI unterstützen – heute sind es 27 %.

Service-Meister hat sich im KI-Innovationswettbewerb der Bundesregierung erfolgreich durchgesetzt. Der zuständige Gutachterausschuss des BMWi hat das Industrieprojekt, das Künstliche Intelligenz (KI) als Basis nutzt, zur Förderung empfohlen. „Wir freuen uns, dass die Gutachter die hohe Relevanz des Projektes Service-Meister für die Wirtschaft bestätigt haben“, sagt Andreas Weiss, Geschäftsbereichsleiter Digitale Geschäftsmodelle im eco Verband. „Mit Service-Meister können Unternehmen überall und jederzeit auf das benötigte Wissen und die benötigte Technologie zugreifen.“

Die anlagen-, abteilungen- und firmenübergreifende Serviceplattform wird speziell auf die Herausforderungen des deutschen Mittelstands zugeschnitten sein. Ein wichtiges Teilziel ist es, geringer ausgebildete Fachkräfte mit Hilfe von digitalen Ratgebern, wie KI-basierten ServiceBots und Smart Services, auch zu komplexen Dienstleistungen zu befähigen. Zweites Teilziel ist eine Plattform für digitalisiertes Service-Wissen, um eine unternehmensübergreifende Skalierbarkeit von Services zu ermöglichen. Dadurch soll ein Serviceökosystem entstehen, das dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenwirkt und den deutschen Mittelstand langfristig wettbewerbsfähig macht.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Auf Industrieseite beteiligen sich daran unter anderem Würth und die Trumpf Gruppe, Atlas Copco, KEB Automation, Open Grid Europe und Krohne Messtechnik. Als Implementierungspartner sind inovex, grandcentrix sowie USU Software mit dabei. Auf Institutsseite wird das Projekt unter anderem vom Karlsruher Service Research Institute (KSRI), der Beuth Hochschule für Technik Berlin, dem Institut für Internet-Sicherheit if(is), dem Institute for Web Science and Technologies (WeST), dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST sowie vom  Kompetenznetzwerk Trusted Cloud e. V. unterstützt.