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Elektronischer Datenaustausch: Das Zusammenspiel von EDI und ERP

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Was steckt hinter EDI?

Unter elektronischem Datenaustausch (EDI) versteht man die digitale Übertragung von strukturierten geschäftsrelevanten Daten. Dies erleichtert die Kommunikation zwischen den Unternehmen. Zum Einsatz kommen dabei vordefinierte Nachrichtenstandards, über die sich Geschäftsdaten wie Bestellungen, Lieferscheine oder Rechnungen übertragen lassen. Menschliche Eingriffe reduzieren sich somit auf ein Minimum; manuelles Erfassen, Ausdrucken, Kuvertieren sowie der Postversand entfallen gänzlich. Indem die Daten direkt von einem IT-System in ein anderes gelangen, werden nicht nur Unternehmens- und Ländergrenzen überschritten, sondern auch fehleranfällige Medienbrüche vermieden. Ähnliche Regeln und Vorteile gelten auch für den Einsatz von ERP-Systemen – sie automatisieren Prozesse und sorgen für weniger Reibungsverluste.

Damit die verschiedenen Prozesse unternehmensübergreifend arbeiten können, ist eine standardisierte Infrastruktur notwendig. Vier Stellglieder sind hier wesentlich, um die Prozesse erfolgreich arbeiten zu lassen: Ein standardisiertes Austauschprotokoll, ein einheitlicher Nachrichtenstandard zur Entschlüsselung der Daten, die beteiligte ERP-Software sowie ein EDI-Dienstleister. Zu den bekannten Austauschprotokollen für EDI-Anbindungen zählen etwa X.400, AS2, SFTP, OFTP, SMTP. Bekannte Nachrichtenstandards im Bereich von EDI sind EDIFACT, ANSI X.12, ODETTE, RosettaNet, XML, VDA oder TRADACOM.