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Künstliche Intelligenz: Ein Prüfkatalog zur Zertifizierung von KI

Das Fraunhofer IAIS und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wollen im Rahmen der Kompetenzplattform KI.NRW einen Prüfkatalog für den verantwortungsvollen Einsatz von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickeln.

Künstliche Intelligenz Bildquelle: © Fotolia, monsitj

Der im Konsortium entstehende Prüfkatalog soll Anfang 2020 veröffentlicht werden.

Das gemeinsame Vorhaben wurde anlässlich des 16. Deutschen IT-Sicherheitskongresses in Bonn Bad Godesberg verkündeten. Ziel ist die Ausarbeitung konkreter Qualitäts- und Sicherheitsstandards, auf deren Grundlage technische Prüforganisationen künftig KI-Anwendungen sachkundig beurteilen können. Die Zertifizierung soll laut Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, den zuverlässigen und verantwortungsvollen Einsatz von KI-Anwendungen und auch als europäisches Vorbild dienen.

Um das gemeinsame Vorhaben umzusetzen, verzahnt das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) – eine der deutschlandweit führenden Einrichtungen für angewandte Forschung für KI und Maschinelles Lernen - seine Kompetenzen mit der langjährigen Erfahrung des BSI in den Bereichen IT-Sicherheit sowie in der Ausgestaltung und Anerkennung von IT-Prüfstandards. Die Entwicklung der KI-Zertifizierung wird derzeit von einem interdisziplinären Konsortium mit renommierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Maschinelles Lernen, IT-Sicherheit, Rechtswissenschaften und Ethik unter Leitung des Fraunhofer IAIS durchgeführt. Professor Dr. Dr. Frauke Rostalski von der Universität zu Köln leitet innerhalb der Kooperation die Arbeitsgruppe zur Einordnung der rechtswissenschaftlichen Aspekte der Zertifizierung und berät die Enquete Kommission „Künstliche Intelligenz“ des Deutschen Bundestages. Zentral am Projekt beteiligt ist zudem das Team von Professor Dr. Markus Gabriel, der an der Universität Bonn zur Philosophie der Künstlichen Intelligenz forscht.

„Deutschland braucht sich im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens nicht zu verstecken“, sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm und ergänzt: „Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde und Kompetenzträger im Bereich der Kryptografie befassen wir uns bereits seit mehreren Jahren mit diesen Themen und verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz. Wir betrachten neben mathematisch-technischen Aspekten auch die wirtschaftliche, politische und gesellschaftspolitische Bedeutung von KI. Durch entsprechende Anforderungen und Standards im Bereich der KI tragen wir dazu bei, die Informationssicherheit in der Digitalisierung zu verbessern und damit das Vertrauen der Menschen in neue Technologien und Anwendungen zu erhöhen.“