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Engineering: Per Toolbox zur Umsetzung von RAMI 4.0

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Der Entwicklungsprozess

Struktur der RAMI-4.0-Toolbox Bildquelle: © FH Salzburg

Die Struktur der RAMI-4.0-Toolbox kann man sich anhand mehrerer Säulen vorstellen: Aufbauend auf Enterprise Architect (EA) wird deren Funktionalität erweitert und durch das Add-In zur Ver­fügung gestellt.

Die Entwicklung eines komplexen industriellen Systems soll gut durchdacht sein. Das heißt: Ein eigens definierter Entwicklungsprozess steuert idealerweise die Strukturierung des Systems bis hin zur Adaption auf die zuvor erklärte Architekturbeschreibung von RAMI 4.0. Dabei werden die einzelnen Prozessschritte mit den Modelltransformationen von MDA verglichen. Zu diesem Zweck bietet sich der Standard ISO 15288 an, welcher die Lebensdauer von Systemen beschreibt. Neben unterschiedlichen Management-Prozessen, wie Ressourcen-, Risiko- oder Qualitätsmanagementprozesse, werden hier vor allem die technischen Prozesse verwendet. Zu diesen zählen unter anderem die Anforderungsanalyse, Architekturentwicklung und Implementation bis hin zum Evaluierungs- und Verwerfungsprozess.

Zusammengefasst wird somit im ‚Domain Specific Systems Engineering‘ (DSSE) die Erstellung des Systems in drei Phasen gesteuert. In der Systemanalyse-Phase erfolgt die Definition der Bedingungen und Abgrenzungen. Anschließend dient die Systemarchitektur-Phase zur Beschreibung der Komponenten als sogenannte ‚black boxes‘, um deren Zusammenhänge und Verbindungen aufzuzeigen. In der Design-Phase wird nun jede Komponente als ‚white box‘ dargestellt. Damit lassen sich die verschiedenen Zustände und Parameter jeder einzelnen Komponente erfassen.