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Engineering: Per Toolbox zur Umsetzung von RAMI 4.0

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Die RAMI-4.0-Toolbox

Die drei Hauptbestandteile der Toolbox sind einerseits die domänenspezifische Sprache sowie die Modellierungsvorlagen und Referenzdaten, andererseits das Add-In zur Bereitstellung dieser Daten. Das Fundament der Toolbox wird durch Enterprise Architect (EA) repräsentiert. Sowohl die domänenspezifische Sprache als auch das Add-In sind von dessen Funktionalität abhängig. Dazu steht ein Setup zur Verfügung, welches die Toolbox in die jeweilige Installationsumgebung von EA integriert und deren Funktionsumfang erweitert. Generische UML-Diagramme werden dabei um domänenspezifische Elemente ergänzt und erlauben dadurch die Beschreibung der unterschiedlichen Modelle, spezifiziert auf den jeweiligen Ebenen von RAMI 4.0. Unterstützend dazu handelt es sich bei den Modellvorlagen um Demo-Modelle, welche die Eigenheiten und Besonderheiten jeder einzelnen Schicht von RAMI 4.0 demonstrativ als eine Art Tutorial darstellen, um den Einstieg in die Erstellung von Industrie-4.0-basierten Architekturen zu erleichtern. Diese Modelle sind in geringem Ausmaß mit nur wenigen Systemelementen gehalten, damit lediglich ein Durchstich durch das Beispiel gegeben ist, anhand dessen individuelle Modelle entstehen können. Außerdem besitzen sie Kommentare sowie Anleitungen zum korrekten Vorgang der Entwicklung.

Ein großer Vorteil von Enterprise Architect ist die individuelle Erweiterbarkeit durch programmiertechnische Steuerung. So bietet die RAMI-4.0-Toolbox verschiedenste Funktionen zur Automatisierung monotoner Aufgaben und Erfassung von Benutzereingaben. Dazu zählen unter anderem die Bewertung von Key-Performance-Indikatoren (KPIs) oder das automatische Anlegen von Verbindungselementen sowie deren Schnittstellen. Außerdem können einzelne Modelle als 3D-Modell zur besseren Übersichtlichkeit exportiert werden. Der so erhaltene hohe Grad an Usability bewirkt bei den Anwendern enorme Zeit- und Ressourceneinsparungen.