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Künstliche Intelligenz: Bayern bekommt Kompetenznetzwerk für KI

Die Bayerische Staatsregierung plant, ein Kompetenznetzwerk für Künstliche Intelligenz an mehreren Orten aufzubauen. Der Fraunhofer-Gesellschaft kommt dabei – in Kooperation mit den Universitäten in München und Erlangen-Nürnberg – eine koordinierende Rolle zu.

Daimler und Xilinx entwickeln gemeinsam effiziente AI-Lösungen für künftige Mercedes-Benz Fahrzeuge Bildquelle: © Zapp2Photo | Shutterstock

Alle Aktivitäten werden eng miteinander verzahnt, an geeigneten Schnittstellen soll es eine strategische Kooperation mit Fortiss, dem Forschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme und Services, geben.

„Wenn Bayern weiterhin erfolgreich sein soll, dann muss es mit künstlicher maschineller Intelligenz zukünftig seine gesamte Industrie verstärken. Deswegen starten wir mit enormem Einsatz eine neue künstliche Intelligenz-Strategie. Bayern soll weltweit eine der führenden Regionen für künstliche maschinelle Intelligenz werden. Mit neuen Konzepten und Projekten wie MediaLabs und neuen Gründerzentren sorgen wir dafür, dass die Chancen der Digitalisierung in allen Regionen Bayerns genutzt werden können“, begründet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Initiative.

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, betont: „Wir freuen uns, einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Kompetenznetzwerkes ‚Künstliche maschinelle Intelligenz‘ leisten zu können. Das ist ein wichtiger Schritt, um dieses herausragende technologische Zukunftsthema in Bayern voranzutreiben. Ziel der geplanten Aktivitäten an den bayerischen Fraunhofer-Standorten wird es vor allem sein, den Wissenstransfer zu Künstlicher Intelligenz und Kognitiven Systemen von der Forschung in die Praxis zu beschleunigen“.

Vorgesehen ist zum einen der Aufbau eines Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme in München mit den Schwerpunkten Software-Architekturen und modellbasierte Software-Entwicklung für dynamische lernende Systeme, Künstliche Intelligenz (KI) für autonome Systeme sowie semantische Datenanalyse. Das neue Institut soll auf Basis des bisherigen Fraunhofer-Instituts für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK entstehen. Zudem ist in diesem Zusammenhang ein Neubau auf dem Forschungscampus in Garching geplant.

Des Weiteren soll in der Metropolregion Nürnberg-Erlangen der Schwerpunkt ‚Digitale Signalverarbeitung mit KI (DSKI)‘ am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ausgebaut werden. Ziel ist es, die technischen Möglichkeiten im Bereich der Audio- und Bildverarbeitung sowie der Nachrichtenübertragung durch KI zu optimieren.

In Garching sind der Ausbau des Themengebietes Kognitive Sicherheit am Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC sowie eine enge Kooperation mit dem Fraunhofer-Forschungscluster Cognitive Internet Technologies angestrebt. In Augsburg und Bayreuth soll zudem die Blockchain-Forschung der Projektgruppen des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT intensiviert werden.

Ergänzend soll in Ingolstadt ein neues Anwendungszentrum ‚Vernetzte Mobilität und Infrastruktur‘ unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI aufgebaut werden.