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Systems Engineering: Ganzheitlich entwickeln

Ein Manko für eine vollständig digitalisierte Entwicklung und Produktion: Die fehlende ganzheitliche Sicht aller Beteiligten auf sämtliche Vorgänge entlang des Produktentstehungsprozesses. Hier schafft der Systems-Engineering-Ansatz Abhilfe.

Arbeit am PC, EDV, IT, Informatik Bildquelle: © Fotolia, nd3000

Komplexe technische Systeme wie das autonome Fahren, die Elektrifizierung im Antriebsstrang von Autos oder die Vernetzung von Maschinen und Anlagen steigern die Komplexität von Produktentwicklungsprozessen in einer bisher nicht da gewesenen Weise. Gleichzeitig verändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen. Umfassende Nachweispflichten zur Durchgängigkeit von Entwicklungsprozessen sowie die Rückverfolgbarkeit des kompletten Produktentstehungsprozesses (Traceability) werden zunehmend von Kunden und Behörden im Rahmen der Produkthaftung eingefordert. Nur ein ganzheitlicher Ansatz bei der Entwicklung von Produkten schafft die notwendige Transparenz für alle beteiligten Gruppen. Systems Engineering spannt im Sinne des Product-Lifecycle-Managements (PLM) den Bogen von der Anforderungsermittlung über die technische Implementierung und das fertige Produkt bis hin zum Recycling. Die vielen Disziplinen wie Mechanik, Elektrik/Elektronik und Software in neuen Produkten verlangen von den Unternehmen, dass sie Systems Engineering vollständig beherrschen, um sich klare Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Eine konkurrenzfähige Entwicklung mechatronischer Produkte ist ohne die Einführung einer durchgängigen Systems-Engineering-Methode nicht realisierbar.

Zusammenarbeit verschiedener Ingenieursdisziplinen Bildquelle: © Dassault Systèmes

Bei der Entwicklung von Autos müssen verschiedene Ingenieursdisziplinen beim Enginnering zusammenarbeiten.

Der Einsatz von Systems Engineering bringt den Kunden erhebliche Vorteile: 

  • Reduzierung der Kosten für reale Versuchsträger durch frühzeitige modell-basierte Absicherung für Hardware & Software.
  • Frühzeitiges, interdisziplinäres Qualitätsmanagement durch die Vernetzung beziehungsweise Integration von Teilmodellen aus den unterschiedlichen Ingenieursdisziplinen zu einem Gesamtsystem.
  • Reduktion beziehungsweise verbesserte Handhabbarkeit der Komplexität während der Entwicklung durch systematisches Vorgehen „Vom Groben ins Detail“.
  • Vereinfachung von Kooperationen (Kunde-Lieferant, Joint Venture) und damit eine maßgebliche Effizienzverbesserung durch den Austausch von ausführbaren Modellen.
  • Verbesserte Risikoabschätzung und gesteigerte Produktqualität bei gleichzeitiger Reduzierung der Time-to-Market.
  • Höhere Produktreife schon bei der ersten Generation; der Endanwender bekommt viel früher ein weniger störanfälliges Produkt.
  • Weniger Beschwerden oder Rückrufaktionen und dadurch eine Steigerung der Markenreputation.