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Dassault Systèmes: Elektrik und Mechanik aus einem Guss

Dassault Systèmes stellt auf der Messe Solidworks Electrical in den Mittelpunkt. Welche Gründe dies hat und wie sich das Engineering in Zukunft verändert, erläutert Rainer Hofmann, Technical Specialist bei Solidworks von Dassault Systèmes.

Rainer Hofmann from Dassault Systèmes Bildquelle: © Dassault Systèmes

"Im Zeitalter von Industrie 4.0 spielen zwei Faktoren eine wichtige Rolle: Die digitale Transformation und die Verknüpfung von Menschen und unterschiedlichen Fachbereichen", glaubt Rainer Hofmann, Technical Specialist bei Solidworks.

Herr Hofmann, warum stellt Dassault Systèmes [1] Solidworks Electrical in den Mittelpunkt des Messeauftritts?

Hofmann: Im Engineering von heute müssen die verschiedenen Fachdisziplinen, die in Unternehmen oft noch in Abteilungen getrennt sind, Hand in Hand arbeiten und das am selben digitalen Modell und mit den gleichen und aktuellsten Informationen. Solidworks Electrical unterstützt genau diese Koordination zwischen den verschiedenen Entwicklerteams. Unser Produktangebot, bestehend aus Solidworks Electrical Schematic und Solidworks Electrical 3D, vereint die mechanische und elektrische Konstruktion in einem Modell. Anwender können damit die unterschiedlichsten Projekte umsetzen, wie die Konstruktion elektrischer Systeme und deren Integration, die Konstruktion elektrischer Schaltschränke, mechatronische Systeme und die Konstruktion komplexer Kabelstränge.

Warum ist es so wichtig, die Bereiche Mechanik und Elektrik bereits beim Engineering zu verbinden?

Hofmann: Im Grunde geht es um die Realisierung eines ganzheitlichen Entwicklungsprozesses, der frühzeitig Schwachstellen oder schlichtweg Fehler der Konstruktion aufzeigt. Der Blick auf die Funktionsfähigkeit und die Machbarkeit eines Produktes in ihrer Gesamtheit muss von Anfang an Kern des Entwicklungsprozesses sein. Voraussetzung hierfür ist die vollständige Digitalisierung des Prozesses und eine Vereinheitlichung der Entwicklungsdaten. Erst dann können Unternehmen von den Vorteilen einer vereinten mechanischen und elektrischen Konstruktion profitieren.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Hofmann: Ein wichtiger Punkt ist die direkte Integration zwischen Elektro- und mechanischer Konstruktion. Wir bieten mit Solidworks Electrical die Lösung, da die Software mit Solidworks CAD nahtlos auf einer gemeinsamen Datenbank arbeitet. Alle anderen Programme bieten hier nur Schnittstellen, die manuell abgeglichen werden müssen. Auch das Thema gemeinsame Stückliste (kurz BOM), die die Daten aus der Mechanik, der Elektrotechnik, der Hydraulik und eventuell sogar aus der Elektronik zusammenfasst, ist entscheidend.

Hier ein Beispiel aus der Praxis: Ein Sensor muss sowohl elektrisch angeschlossen als auch rein mechanisch eingebaut werden. Verlässt sich ein Konstrukteur auf den anderen, ist der Sensor möglicherweise in keiner der beiden BOMs enthalten – also weder in der elektrischen noch in der mechanischen. Oder er wird in beiden inkludiert und ist damit doppelt in einer gemeinsamen BOM gelistet. Solidworks Electrical bietet eine einheitliche Stückliste, ohne dass der Anwender wie bei anderen Programmen BOMs manuell zusammenkopieren und doppelte BOMs austragen beziehungsweise fehlende nachtragen muss.

Warum wird das Thema in Zukunft noch wichtiger?

Hofmann: Mitarbeiter werden in Zukunft disziplinübergreifend denken und die Gesamtheit der Prozesse überblicken müssen – ganz im Sinne der Verbindung der mechanischen und elektrischen Konstruktion. Dies spart Unternehmen Zeit und Kosten. Ressourcen, die Unternehmen effektiver in Innovationen stecken können.