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Neue Serie: Drei Fragen an ...

Was bringt das Jahr 2020?

31. Januar 2020, 09:00 Uhr   |  Tiffany Dinges


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Pepperl+Fuchs: "Ausbau erneuerbarer Energien für die notwendige ökologische Wirkung"

Dr.-Ing. Gunther Kegel CEO Pepperl+Fuchs AG
© Pepperl+Fuchs

Dr. Gunther Kegel, CEO der Pepperl+Fuchs AG

Dr. Gunther Kegel feiert in diesem Jahr seine 30-jährige Zugehörigkeit zu Pepperl+Fuchs und hat in dieser Zeit viele technische Entwicklungsschritte in der Sensorik erlebt und geprägt. Grund genug, ihn nach einer Einschätzung seines Jubiläumsjahres zu fragen.

Der ZVEI rechnet gegebenenfalls mit einem Nullwachstum für 2020. Welche Prognose geben Sie ab?  

Kegel: Für die gesamte wirklich breit aufgestellte Elektrotechnik in Deutschland ist das sehr schwer zu prognostizieren. Alle Bereiche, die in 2019 Geschäfte mit und um die Automobilherstellung gemacht haben, mussten sich mit rückläufigen Geschäften auseinandersetzen. Andere Bereiche, - zum Beispiel die Intralogistik - haben noch immer Wachstum verzeichnet. Die Konjunkturindikatoren zeigen in den drei Weltregionen im Moment leicht positive Entwicklungen. Im Handelsstreit zwischen USA und China gibt es zumindest eine Atempause, zum Brexit werden wir in den kommenden Wochen Klarheit bekommen und ein Krieg im mittleren Osten wurde bislang verhindert. So schlecht sind die Eingangsbedingungen also nicht. Wir selbst haben das Jahr 2019 mit 7,8% Wachstum abgeschlossen und wollen in 2020 etwa 6% wachsen. 
 
Wo liegt für Sie die größte Herausforderung 2020?  

Kegel: Die größte konjunkturelle Belastung sind die Unsicherheiten in vielen Bereichen, die es Investoren und Konsumenten gleichermaßen schwer machen, Entscheidungen zu treffen. Ein Blick auf unseren wichtigsten Wirtschaftssektor, die Automobilindustrie, macht das deutlich. Für die Hersteller gibt es nur den Weg in die batteriebasierte Elektromobilität, weil andere Technologien, wie zum Beispiel Brennstoffzellen oder CO2 neutrale synthetische Brennstoffe, noch nicht verfügbar sind. Die batteriebasierte Elektromobilität ist aber nur für einen Teil der Mobilitätsanforderungen sinnvoll und erfordert einen deutlichen Ausbau erneuerbarer Energien, um die notwendige ökologische Wirkung zu entfalten. Was also tun? Ich habe den Eindruck, dass es noch nie so unbefriedigend war, ein neues Auto zu kaufen. Es ist problematisch, dass die Entscheidung zum Autokauf ihre Emotionalität verliert und auf die Betrachtung des Grundnutzens reduziert wird. 
 
Welche Produktentwicklungen planen Sie für dieses Jahr? 

Kegel: Wir planen vor allem Innovationen im Bereich „Connectivity“ und im Bereich “Sensorik 4.0“. Jeder neue Sensor wird mit einer digitalen Schnittstelle und mit einer Softwareumgebung, die auch die individuelle I4.0-Verwaltungsschale enthält, ausgestattet und können mit unseren Bausteinen in die I4.0 Netze integriert werden. Herausragend sind sicher die neuen 2D- und 3D-LiDAR Sensoren, aber auch die Gemeinschaftsentwicklung APL - Advanced Physical Layer - und unsere neueste Generation Zone 1-fähige Smartphones.

Dr.-Ing. Gunther Kegel und das Unternehmen Pepperl+Fuchs in der kurzen Übersicht

Portrait von Dr. Gunther Kegel
1945 wurde Pepperl+Fuchs von Walter Pepperl und Ludwig Fuchs als Reparaturwerkstatt für Rundfunkgeräte gegründet. Bereits 1948 erweiterte Pepperl+Fuchs seine Tätigkeit auf die Fertigung elektronischer Komponenten, was 1958 schließlich zur Entwicklung

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