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Verantwortung übernehmen - Sylke Schulz-Metzner im Gespräch

08. September 2020, 10:31 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Verantwortung übernehmen - Sylke Schulz-Metzner im Gespräch
© Mesago Messe Frankfurt GmbH

Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS, Mesago Messe Frankfurt.

Die Entwicklung der Corona-Pandemie lässt die SPS in Nürnberg nicht zu. Mit Sylke Schulz-Metzner, Vice President Mesago Messe Frankfurt, sprachen wir über die Bedenken, die letztendlich zur Absage der physischen Veranstaltung führten.

Die SPS findet in diesem Jahr als rein virtuelle Veranstaltung SPS Connect statt. Was führte letztendlich zu der Entscheidung?

Angesichts der steigenden Infektionszahlen im Juli und im August wurden die Sorge um die Sicherstellung der Gesundheit aller Beteiligten und somit die Bedenken gegen die Durchführung der SPS in Nürnberg immer stärker. Mit den verschärften Reiserestriktionen, der niedrigen Reisebereitschaft der Mitarbeiter, Homeoffice in vielen Unternehmen, strengen Abstands- und Hygieneregeln sowie der durch die Corona-Pandemie verursachten schwierigen wirtschaftlichen Lage entsteht eine Gemengelage, die eine Durchführung der SPS in gewohnter Form einfach nicht zulässt.

Welche Bedenken kamen von Seiten der Unternehmen?

Die größte Sorge der Unternehmen war die Gesundheit der Mitarbeiter. Sollte ein Mitarbeiter nach der SPS in  Nürnberg krank in die Firma zurückkommen und weitere anstecken, könnte eine neue Infektionswelle entstehen. In den letzten Monaten haben verschiedene Fälle deutschlandweit deutlich gezeigt, dass eine solche Infektionswelle auch zum Lockdown eines Landkreises führen kann. Dabei ist es unwichtig, ob sich die Person kurz vor der Messe im privaten Umfeld, auf der Messe oder im Restaurant nach Messeschluss angesteckt hat. Diese Szenarien, dieses „Was wäre, wenn…“, ließen sich nicht zu 100 Prozent klären und die Verantwortung in einem solchen Fall wiegt immer schwer.

Was erwartet die Teilnehmer auf der SPS Connect?

Im Moment arbeiten wir an der Umsetzung einer virtuellen Plattform, auf der sich Aussteller und Besucher intensiv zu Produkten und Lösungen austauschen können. Neben einer gezielten Aussteller- und Produktsuche bietet sie weitere Eigenschaften wie eine Chatfunktion oder Match-Making. Die Aussteller präsentieren sich in Profilen und geben Informationen zu ihrem Produkt- und Dienstleistungsportfolio an, zum Beispiel in Form von individuellen Produktseiten oder Videos. Besucher melden sich auf der Plattform an und definieren ihre Interessen. Ein Algorithmus im Hintergrund bringt Aussteller und Besucher nach den gewählten Kriterien zusammen.

Außerdem wird es auch auf der SPS Connect ab 24. November ein hochkarätiges Vortrags- und Rahmenprogramm geben.

Wie viele Unternehmen werden an der SPS Connect als „Aussteller“ teilnehmen?

Wir gehen von einer hohen Beteiligung der Unternehmen aus. Alle im Ausstellerbeirat der SPS vertretenen Unternehmen werden auf der Plattform als Aussteller teilnehmen. Da in diesem Jahr noch keine Automatisierungsmesse stattgefunden hat, erwarten wir, dass die Aussteller der SPS sich auch auf der SPS Connect präsentieren werden und sie als die Chance zum Austausch mit Kunden und Anwendern nutzen.

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