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VDMA gibt Produktionsprognose für 2020 ab

23. September 2019, 14:09 Uhr   |  Günter Herkommer

VDMA gibt Produktionsprognose für 2020 ab
© VDMA

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers: „Generell kann Innovation in Zeiten konjunktureller Schwäche und politischer Verirrungen und Verwirrungen einen Ausgleich der hierdurch verursachten Einbußen ermöglichen.“

Anfang August hatte der VDMA seine Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Nun rechnet der Branchenverband auch für 2020 mit einem Produktionsrückgang von 2 %.

Die Maschinenbauindustrie in Deutschland muss sich dem VDMA zufolge weiterhin auf erhebliche Belastungen einstellen. Der Handelsstreit zwischen den USA und China und ein wachsender Protektionismus rund um den Globus gingen nicht folgenlos am Exportweltmeister Maschinenbau vorbei. Hinzu kommen die weltweite Konjunkturschwäche, der Brexit sowie der Strukturwandel in wichtigen Kundengruppen. „All diese Faktoren führen bereits zu konkreten Belastungen zahlreicher Abnehmer unserer Maschinen und Anlagen weltweit und verunsichern generell Investoren, die sich deshalb mit Investitionen zurückhalten. Eine baldige, nachhaltige Änderung zum Positiven ist nicht absehbar. Daher rechnen wir für das Jahr 2020 mit einem realen Produktionsrückgang von 2 % im Maschinenbau“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Die Produktionsprognose für das laufende Jahr – ebenfalls minus 2 % zum Vorjahr – wird von den VDMA-Volkswirten bestätigt.

Im Inland hätten sich Lage und Aussicht in der Industrie zuletzt weiter eingetrübt, das Investitionsklima – vor allem in der Automobilindustrie - habe spürbar gelitten. Und auch im Ausland gebe es auf wichtigen Absatzmärkten des Maschinenbaus keine expansiven Impulse. Selbst in den USA habe die Investitionsdynamik deutlich nachgelassen, und es mehren sich die Zeichen, dass auch die amerikanische Industrie unter dem Handelsstreit mit China leide. In der Volksrepublik wiederum seien die Auswirkungen des Zollkriegs immer deutlicher spürbar, was neben einem sich ohnehin abschwächenden Wachstum zu stagnierenden, teilweise sogar rückläufigen Umsätzen der nennenswerten Industriesektoren führe.

Für die Maschinenlieferungen in die EU, dem größten Absatzmarkt, sind die Aussichten ebenfalls durchwachsen. Viele Länder seien aufgrund ihrer engen Handelsbeziehungen Leidtragende des Handelsstreits zwischen den USA und China. Hinzu komme die anhaltende Verunsicherung, wann und wie der EU-Austritt Großbritanniens über die Bühne gehen soll. „Damit nicht genug, muss die Branche Einbußen in wichtigen Schwellenländern verkraften. Ob in Russland, der Türkei, im Iran, in Mexiko oder Argentinien – das Geschäft in diesen ergiebigen Märkten wird uns immer öfter politisch erschwert“, sagt Wiechers.

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