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PLCnext Technology - das 'Ökosystem' wird rund

27. November 2018, 14:30 Uhr   |  Günter Herkommer

PLCnext Technology - das 'Ökosystem' wird rund
© Computer&AUTOMATION

Ulrich Leidecker, Phoenix Contact: „Wir schließen beim PLCnext Store auch Mitbewerber nicht aus!“

Eine neue Steuerung sowie ein neuer Software-Store: Mit diesen Bausteinen baut Phoenix Contact das Ökosystem 'PLCnext Technology' weiter aus.

Zur SPS IPC Drives 2016 stellte Phoenix Contact den Messebesuchern erstmals seine Vision von der Steuerungstechnik der Zukunft vor. Das Neue an  ‚PLCnext Technology‘: Offenheit und ein Plattformgedanke, anstelle einer geschlossenen, klassischen SPS. Das bedeutet unter anderem: Funktionen nach IEC 61131-3, Routinen von C/C++, C# oder Matlab Simulink lassen sich bei diesem Steuerungskonzept flexibel und wahlfrei miteinander kombinieren, wobei die ausgetauschten Daten stets synchronisiert den unterschiedlichen Anwendungen zur Verfügung stehen. Zusätzlich lassen sich Open Source Software und Apps einbinden. Alle auf der Steuerungsplattform laufenden Programme tauschen untereinander und mit den Kommunikationsinterfaces Informationen über eine gemeinsame Applikationsschicht aus.

Zur Messe 2017 folgte dann mit der PLCnext Control ‚AXC F 2152‘ die erste Industriesteuerung basierend auf der PLCnext-Technology: Dabei handelt es sich um einen Controller, der modular durch I/O-Module der Axioline-F-Familie von Phoenix Contact erweiterbar ist. Die SPS  war mit seinem 2 x 800 MHz ARM-Prozessor zunächst vor allem auf den Markt der dezentralen, modularen Steuerungen für kleine und mittlere Applikationen gerichtet. Für Anwender, die mehr Rechenleistung  benötigen, legen die Blomberger nun nach und stellen mit dem ‚RFC 4072S‘ zur Messe eine Hochleistungssteuerung mit integrierter Sicherheits-SPS vor, die auf einem Intel i5 Dual Core-Prozessor basiert und einem Arbeitsspeicher von 4 GByte bereitstellt. Die sicherheitsrelevanten Berechnungen werden dabei von zwei unabhängigen und auf unterschiedlichen Architekturen basierenden CPUs ausgeführt. Der RFC 4072S lässt sich in Profinet- und Profisafe-Systemen verwenden. Dafür nutzt er das aktuelle Profisafe-Profil 2.61. Die sicherheitsgerichtete Steuerung fungiert im Profisafe-Netzwerk als F-Host und kann bis zu 300 unterlagerte F-Devices in Betrieb nehmen.

Da Safety integraler Bestanteil des RFC 4072S ist, zielt Phoenix Contact mit dieser Steuerung zunächst primär auf sicherheitsgerichtete Applikationen. Doch was, wenn Safety nicht benötigt wird? „Für diese Kunden werden wir im nächsten Jahr eine weitere PLCnext Control SPS - wiederum im modularen Axioline-Formfaktor - vorstellen, die leistungsmäßig etwas unter dem RFC 4072S angesiedelt ist und bei der sich Safety bei Bedarf modular anreihen, beziehungsweise ergänzen lässt“, stellt Ulrich Leidecker, Geschäftsführer Business Area IMA bei Phoenix Contact, in Aussicht.

SPS 2019

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