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Mit neuer Konzernstruktur ins Digitalisierungs-Zeitalter

02. August 2018, 08:37 Uhr   |  Günter Herkommer

Mit neuer Konzernstruktur ins Digitalisierungs-Zeitalter
© Siemens

Mehr unternehmerische Freiheit der einzelnen Geschäfte soll für beschleunigtes Wachstum sorgen - die Umsatz- und Margenziele wurden entsprechend angehoben.

Der Siemens-Konzern verpasst sich einmal mehr eine neue Struktur - mit nur noch drei statt bisher fünf Geschäftsbereichen und einer Aufteilung in 'Operating Companies' und 'Strategic Companies'.

Siemens hat sein im Jahr 2014 initiiertes Strategieprogramm ‚Vision 2020‘ größtenteils abgeschlossen – laut Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands, erfolgreicher und schneller als geplant: „Wir haben in den vergangenen vier Jahren hart gearbeitet. Fast alle Geschäfte sind heute deutlich ertragsstärker und unsere Digital Factory ist Marktführer in der Industriellen Digitalisierung“.

Ungeachtet dessen soll die Konzernstruktur nun weiter verschlankt und vereinfacht werden. Kern der weiterentwickelten Unternehmensstrategie ‚Vision 2020+‘ sei es, den einzelnen Geschäften deutlich mehr unternehmerische Freiheit unter der Marke Siemens zu geben und damit den Fokus auf die jeweiligen Märkte zu schärfen. Außerdem ist geplant, mit Investitionen in neue Wachstumsgebiete, wie etwa den IoT-Services, dezentrales Energiemanagement oder infrastrukturelle Elektromobilität das Wachstumsportfolio zu stärken. Dazu soll auch der konzentrierte Ausbau der industriellen Digitalisierung beitragen. In Summe sollen somit mittelfristig die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des Industriellen Geschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen.

Siemens-Chef Joe Kaeser begründet den erneuten Konzernumbau wie folgt: „Die Geschwindigkeit und Mächtigkeit der globalen Veränderungen nehmen zu und wir haben die Pflicht, diese zu antizipieren. Es wäre unverantwortlich, wenn wir uns jetzt auf den erreichten Erfolgen ausruhten. Zudem  werden nicht die größten Unternehmen überleben, sondern die anpassungsfähigsten.“

Einher mit dem Konzernumbau gehen nicht zuletzt neue Verantwortlichkeiten innerhalb des Siemens-Vorstandes.

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1. Mit neuer Konzernstruktur ins Digitalisierungs-Zeitalter
2. Die neue Struktur im Detail
3. Die ‚Operating Companies‘ von Siemens
4. Die ‚Strategic Companies‘ von Siemens
5. im Fokus: Ausbau des Digitalisierungsgeschäfts

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