Beckhoff

Für mehr Flexibilität

29. Mai 2022, 16:55 Uhr | Andrea Gillhuber
Mit der No Cable Technology werden XTS-Mover zu mobilen Handling- oder Bearbeitungsstationen.
Mit der No Cable Technology werden XTS-Mover zu mobilen Handling- oder Bearbeitungsstationen.
© Beckhoff

Modularität wird bei Beckhoff großgeschrieben: Das Unternehmen hat sein Transportsystem XTS um die No Cable Technology für eine kabellose Energie- und Datenübertragung ersetzt und das MX-System soll den konventionellen Schaltschrank ersetzen.

XTS ist die Bezeichnung des linearen Transportsystems von Beckhoff, bei dem sich magnetisch angetriebene Mover entlang einer Fahrstrecke aus vollintegrierten Motormodulen bewegen. Die Ansteuerung erfolgt über einen Industriecomputer mit der Automatisierungssoftware Twincat. Nun hat Beckhoff den XTS-Baukasten um die sogenannte No Cable Technology ergänzt. NCT ermöglicht die berührungslose, kontinuierliche Spannungsversorgung und die synchrone Echtzeit-Datenübertragung auf die Mover. Das modulare Transportsystem wurde dafür um Motormodul sowie eine am Mover montierbare Elektronik erweitert. Die zur Übertragungstechnologie benötigte Hardware ist vollständig in das Motormodul integriert; zusätzliche Anschlüsse und Zuleitungen sind nicht erforderlich.

Mit NCT lässt sich kabellos Energie zur Verfügung stellen, um auf dem Mover befindliche Hardware zu versorgen. Die Ansteuerung der auf dem Mover befindlichen Hardware ist vollständig in Twincat implementiert. Damit werden erstmals Bearbeitungsschritte und Qualitätskontrolle im laufenden Prozess möglich: So kann der Mover als mobile Bearbeitungsstation aktiver Teil eines Prozesses werden, in dem er beispielsweise ausgestattet mit elektromotorischen Greifern, Hubmagneten oder Vakuumsaugern als Handling-System agiert, das Produkte aufnehmen, übergeben und ablegen kann. Die integrierte Datenkommunikation ermöglicht beispielsweise eindeutige Mover-, Werkzeug- und Produktidentifikationen sowie eine Zustands- und Prozessüberwachung auf dem Mover. Ausreichende Leistung und schnelle Kommunikation mit der Twincat-Steuerung machen die Anbindung von Sensoren und Aktoren einfach. Die Datenkommunikation ist echtzeitfähig und kann in Verbindung mit Ethercat systemweite Ereignisse μs-genau synchronisieren.

Module statt Schaltschrank

Das MX-System soll den konventionellen Schaltschrank ersetzen.
Das MX-System soll den konventionellen Schaltschrank ersetzen.
© Beckhoff

Den traditionellen Schaltschrank in vielen Anwendungsfällen zu ersetzen, ist laut Unternehmen mit dem MX-System möglich. Den Ausgangspunkt des Automatisierungsbaukasten bildet die sogenannte System-Baseplate aus Aluminium. Diese kann in ihrer Größe variieren und bis zu drei Reihen mit je maximal 24 Steckverbindungen (Slots) beinhalten. Die integrierten Modulsteckplätze verfügen über Ethercat zur Kommunikation und eine integrierte Stromversorgung mit Schutzkleinspannungen sowie 400 V(AC) und 600 V(DC) verfügen. In der größten Ausbaustufe ist eine Anschlussleistung von 400 V(AC) und 63 A möglich. Auf die System-Baseplate werden Funktionsmodule aus den Bereichen IPC, I/O, Motion, Relay und System aufgesteckt.


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