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Die Autowaschanlage an der Cloud

24. Juni 2020, 15:30 Uhr   |  Meinrad Happacher


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

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Die Topologie-Ansicht zu Anlagenstandorten in der Schweiz: Regionale Detailansichten beziehungsweise Steuerungsinformationen einzelner Anlagen sind per Klick sofort verfügbar.
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Die Topologie-Ansicht zu Anlagenstandorten in der Schweiz: Regionale Detailansichten beziehungsweise Steuerungsinformationen einzelner Anlagen sind per Klick sofort verfügbar.

Parameter der Steuerungsapplikationen veröffentlichen: Damit man von außen auf Variablen des Steuerungsprojekts zugreifen kann, müssen diese im Projekt zunächst einmal veröffentlicht werden. Im Development System steht dafür ein spezieller Konfigurator zur Verfügung. Genauso wie Variablen für den Daten-austausch mittels OPC UA freigegeben werden, lassen sie sich für die Verwen-dung vom  Automation Server veröffentlichen. Sie können dann von der Weboberfläche des Servers aus angezeigt und verändert werden – egal, wo die Anlage steht.

Steuerungsprojekt im Automation Server abspeichern: Es lassen sich Quell- und ausführbarer Binärcode direkt vom Development System in die Cloud laden. Damit liegen die Projektinformationen an einem zentralen Ablageort und können von überall in der Welt auf den lokalen PC eines Applikations-entwicklers heruntergeladen und dort bearbeitet werden. Voraussetzung für diese und alle anderen Aktionen ist die erforderliche Zugriffsberechtigung, die durch Benutzerprofile erteilt wird. Andersherum lassen sich unmittelbar von der Weboberfläche des Servers bereits übersetzte Applikationen sofort auf eine oder mehrere geeignete Steuerungen ausrollen. Eine getestete neue Version der Applikation, die auf allen ausgelieferten Autowaschanlagen desselben Typs zum Einsatz kommen soll, rollt der Server mit nur einem einzigen Kommando aus.

Arbeitsaufträge per Ticket erstellen: Es lassen sich über die Weboberfläche typische Arbeitsaufträge an Mitarbeiter vor Ort weiterleiten, wie „Nimm die Applikation XXX auf der neuen Steuerung YYY in Betrieb“. Dazu benötigen solche Mitarbeiter weder Programmierkenntnisse, noch Erfahrungen mit Server-Systemen. Erforderlich ist lediglich ein Internetbrowser; empfehlens-wert ist noch eine E-Mail-Adresse, auf die vor Ort zugegriffen werden kann. Einem in der Server-Weboberfläche angelegten Mitarbeiter kann man über solch ein Ticket den Arbeitsauftrag beschreiben, also etwa „Hallo Christian, bitte tausche die defekte Steuerung durch die identische aus dem Lager. Wenn die SPS elektrisch in Betrieb ist, dann klicke auf den unten angegebenen Link und erfasse die Seriennummer der neuen Steuerung per QR-Code über die integrierte Kamera auf deinem Tablet. Vielen Dank, Roger.“

Der Netzwerk-Scan  findet Steuerungen  im angebundenen  Netzwerk.
© Codesys

Der Netzwerk-Scan findet Steuerungen im angebundenen Netzwerk.

Über den erwähnten Link in der E-Mail gelangt Christian auf eine einge-schränkte Ansicht des Automation-Server-Kontos. Hier führt er genau das aus, was ihm aufgetragen wurde: Er wechselt das Gerät, erfasst die Seriennummer der neuen SPS und bestätigt die Eingabe – das ist alles! Im Ticket ist die Verbindung zum Back-up der ausgefallenen Steuerung bereits hinterlegt. Mit der eingegebenen Seriennummer registriert der Automation Server das Austauschgerät und überträgt das Back-up von Applikation und Parametern automatisch. Wenige Minuten später sind die neue Steuerung und damit die gesamte Waschanlage wieder in Betrieb.

Webvisualisierung der Steuerung anzeigen: Um sich die Bedienoberfläche der Steuerung ansehen zu können, müssen die Mitarbeiter des Systemintegrators nicht vor Ort sein. Voraussetzungen dafür: Die Steuerung ist im Codesys Automation Server eingebunden und verfügt über eine hinterlegte Webvisualisierung. Aus der Listenansicht der Steuerungen kann die Webvisualisierung direkt aufgerufen werden. Dazu baut der Automation Server eine Verbindung zur Steuerung vor Ort auf, synchronisiert die Daten und zeigt sie im Browserfenster des Geräts an, mit dem der Server gerade bedient wird. Die Übertragung verwendet dabei die gleichen sicheren Mechanismen, ohne dass dafür eine Infrastruktur bereitgestellt werden muss.

Roland Wagner ist Head of Product Marketing der Codesys Group.
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Roland Wagner ist Head of Product Marketing der Codesys Group.

Bereits jetzt löst Inasoft mit dem Automation Server typische Aufgaben für seine Kunden. Durch das Hosting der Plattform auf einem zentralen Server profitieren die Integratoren immer von der neuesten Version. Weitere Features im Laufe des Jahres ermöglichen etwa, Applikationsdaten direkt im Server ganz einfach abzuspeichern und grafisch auszuwerten. Auch ein einfaches Remote-Debugging über die etablierte Datenverbindung zum Server wird in Kürze möglich sein.

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1. Die Autowaschanlage an der Cloud
2. Steps to go
3. Weitere Features

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